29. Kreativmarkt im Capitol lockt über 2000 Besucher an Allerlei weihnachtliche Basteleien und mehr

Die Händler des 29. Kreativmarktes in Dietzenbach hatten wieder vieles zu bieten. Viele Besucher deckten sich vor Ort bereits jetzt mit allerlei Weihnachtlichem ein. Foto: Schmedemann

Dietzenbach (zls) – Ob ein Gemälde als Magnettafel oder Weihnachten für die Hosentasche: Auf dem 29. Kreativmarkt im Capitol staunten die Besucher abermals über den Ideenreichtum und das Handwerksgeschick der 80 Aussteller. Die Schwestern Marion Fey und Martina Achenbach nutzen den Markt jedes Jahr, um in vorweihnachtliche Stimmung zu kommen. „Ich habe hier meinen Stammstand, an dem ich meinen Adventskranz kaufe“, sagt Fey. Doch auch an einem Apfelsirup, in dem kleine Blattgoldstücke schimmern, habe sie nicht vorbeigehen können. Ihre Schwester geht ohne klares Ziel auf den Markt. „Ich schaue mir das Angebot gerne an und finde es immer wieder erstaunlich, auf was die Leute so kommen“, sagt Achenbach. Eine Strickmütze mit Loch etwa mag erst einmal seltsam klingen, hat aber durchaus einen Sinn: Die Aussparung lässt Platz für den Pferdeschwanz. „Das ist im Winter doch echt praktisch“, meint Achenbach.

Das Angebot ist vielfältig und überrascht. Schmuck aus Metall, Holz, Glas, Perlen und Porzellan locken vor allem weibliche Besucher an. Bei zu Schmuck verarbeiteten Kaffeekapseln müssen die Besucher allerdings zweimal hinschauen, um den Ursprung des Materials zu erkennen. Eine andere Art Verpackung hat an einem Stand für Weihnachtskrippen und -beleuchtung eine neue Verwendung gefunden. In eine Walnussschale sind winzige Figuren gesetzt und eine Nummer größer gibt es die Minikrippen in der Schale der Buddhanuss.

Eine weitere weihnachtliche Interpretation zeigt die Rodgauerin Katja Bonn. Sie nimmt einen Würfel aus Papier auf die Hand und nimmt den Deckel ab. Die etwas andere Weihnachtskarte entfaltet sich und auf Bonns Hand liegen nun ein Teebeutel, ein Zimtstern und eine Kerze. „Das nennt man Explosionsbox“, erklärt die Bastlerin. „Die stelle ich zu den verschiedensten Anlässen her, oft zu Hochzeiten.“

Bei „Stamp Art by Katja“ dreht sich alles rund ums Papier und den Spaß am Basteln. „Ich arbeite eigentlich am Flughafen und nutze mein Hobby als Ausgleich vom trockenen Alltag“, so Bonn. Sie nimmt zum ersten Mal an einem Markt teil und ist zufrieden. „Das Schönste ist, wenn die Menschen sich eine Sache näher anschauen und dann anfangen zu lächeln“, sagt Bonn.

Einen Stand weiter zeigt Norbert Weber von der Skizze zum fertigen Produkt die Entstehung einer Tiffany-Lampe. Den ehemaligen Dietzenbacher, der heute im Frankenland lebt, hat Tochter Marion beim Kreativmarkt angemeldet. „Dass ich gleichzeitig auch Standaufsicht werde, war eigentlich nicht geplant“, scherzt die Tochter. Doch der Dienst inmitten der Kunstwerke mache Spaß. Der Ruheständler setzt sowohl auf Althergebrachtes als auch auf moderne Designs; seine neuste Kreation ist ein Lampenschirm, der einem Maiglöckchen gleicht. Vor der Lampe liegt ein Ordner mit den Pappschablonen der einzelnen Blütenblätter. Mit Fotos hat er die einzelnen Arbeitsschritte dokumentiert. Schneiden, schleifen, kleben, löten. „Für eine Lampe brauche ich etwa zwei Tage“, meint der Glaskünstler.

Besucherin Ulrike Raschke steuert zusammen mit ihrer Freundin Enza Meli gezielt Webers stand an, denn sie hat ein Auge auf die Fensterhänger geworfen. Ein roter Schmetterling soll es werden. „Der passt in den Frühling und ich muss ihn im Herbst mit den Farben auch nicht abhängen“, sagt Raschke. Während die letzten Stunden von den Gästen ausgiebig zum Stöbern genutzt werden, zieht Stefanie Apel vom Capitol-Team Bilanz. „Die Parkplätze waren voll und jeder Stand ist belegt, sodass wir manchen Ausstellern sogar absagen mussten“, sagt sie. Der Kreativmarkt sei längst ein Selbstläufer und von geschätzten 2000 Interessierten besucht worden.

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