Bergen und die Wetterau zur Römerzeit Jürgen Schomburg stellt seine neue Broschüre vor

Hobby-Historiker Jürgen Schomburg unternimmt in seiner neuen Broschüre eine Reise in die Vergangenheit. Foto: zko

Bergen-Enkheim (zko) – Jürgen Schomburg stellte zahlreichen Interessierten in der Buchhandlung „Bergen erlesen“ seine umfangreiche Broschüre „Wetterau und Bergen in römischer Zeit – Was wir wissen und was wir vermuten dürfen. Eine Aufarbeitung“ vor.

Schomburg, von der Innenstadt Frankfurts vor drei Jahren nach Bergen-Enkheim gezogen, hat schnell erkannt, dass sein Interessengebiet im Stadtteil reichlich Nahrung findet. Einer seiner ersten Gänge nach dem Umzug führte ihn ins Heimatmuseum im Alten Rathaus und direkt zur Arbeitsgemeinschaft Heimatmuseum mit seinem Vorsitzenden Winfried Röhling und dem der Stadtteilhistorie sehr zugewandten Michael Würz. Diese beiden ortsgeschichtlich sehr bewanderten Lokalhistoriker halfen Schomburg mit ihrem Spezialwissen ebenso bei der Erstellung der Schrift, wie Besuche weiterer Heimatmuseen, größerer historischer Museen sowie Quellen aus dem Internet oder bibliografischer Art. Winfried Röhling verlieh bei der Begrüßung seiner Hoffnung Ausdruck, dass viele Leser und Fachleute zu Schomburgs Schrift Stellung nehmen wollen.

Hobby-Historiker Schomburg stellt seine neue Broschüre in „Bergen erlesen“ vor

Hobby-Historiker Schomburg trug Auszüge aus dem Vorwort seiner Broschüre vor, nicht ohne den Bergener Heinrich Bingemer und seinen Doktorvater Georg Wolff zu nennen, die Mitte des 20. Jahrhunderts durch ihre umfangreichen Forschungen und Grabungen einen Großteil des Wissens über die römische Vergangenheit des Stadtteils zusammentrugen. Die Geschichtsforschung, so wurde an diesem Abend klar, wurde entscheidend durch Pfarrer und Lehrer vorangebracht, die besonders interessiert an der Materie waren. Exemplarisch skizzierte Schomburg die Entdeckungsgeschichte des Landguts „Auf dem Keller“: Erste Grabungen veranlasste bereits der Berger Pfarrer Johann Philipp Herrmann im Jahr 1802. Ende des 19. Jahrhunderts war es Pfarrer Ernst von Starck, der bei weiteren Grabungen noch mehr Funde aus römischer Zeit zutage förderte. Heinrich Bingemer und Werner Henschke setzten diese Arbeit dann im 20. Jahrhundert fort, sodass der Gutshof heute „der archäologisch besterschlossene Gebäudekomplex in Bergen und auf dem Berger Rücken“ ist, heißt es in der Broschüre. Das Publikum faszinierte die Vorstellung, in welcher Nähe zur Buchhandlung dieser Gutshof gestanden hat. Es ging weiterhin um die Versorgungswege auf dem Wasser und über das gut ausgebaute Wegenetz, das zum Teilnoch fortbesteht, beispielsweise die Hohe Straße.

Der Vorstellung schloss sich eine angeregte Diskussion an

In der sich anschließenden Diskussion wurden noch einige Themen angerissen, die sich um den Alltag der Römer drehten, um ihre Versorgung mit Nahrungs- und Zahlungsmittel und schließlich ihren Rückzug aus dem Gebiet. „Über (…) Bergen senkt sich nach einer zivilisatorischen Blütezeit von gut fünf Generationen nach dem Jahr 260 nach Christus für etwa 500 Jahre ein historisches Dunkel ohne nennenswerte Kulturrelikte. (…) Der Gang der Geschichte folgt nicht einem klaren Weg in Richtung Fortschritt und Humanität. Er kann Untergang und Vergehen bedeuten. Im Falle unseres Untersuchungsgegenstandes bedeutete er Untergang und Metamorphose“, lautet das Schlusswort zur Broschüre.

Schomburg, Jürgen: „Wetterau und Bergen in römischer Zeit – Was wir wissen und was wir vermuten dürfen. Eine Aufarbeitung.“, ist erhältlich in der Buchhandlung „Bergen erlesen“ zum Preis von zehn Euro. Autorenkontakt: xschomburg[at]hotmail[dot]com.

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