Die Narren des KVE übernehmen jetzt das Ruder

Vor der Verwaltungsstelle machen die Narren am 11. November dem stellvertretenden Ortsvorsteher den Schauprozess. Bild: p

Bergen-Enkheim (red) – Etwa 50 Aktive des Karnevalvereins Enkheim (KVE) zogen am närrischen Datum 11. November über die Marktstraße bis vor die Verwaltungsstelle. Bevor das „drei Mal donnernde Helau“ erklang, donnerten die Kanonen zehnmal, den elften Schlag gab es über die Trommel.

Nachdem der General der Bürgerwehr Fabian Müller den stellvertretenden Ortsvorsteher Wilfried Bender in Handschellen aus der Verwaltungsstelle abführte, begann auch schon der Schauprozess. Einige ortspolitische Themen des vergangenen Jahres wurden dem Angeklagten Bender durch Staatsanwalt Ralf Maik in amüsanter Form vorgeworfen. Dessen Verteidiger Michael Reiß konnte so manches erklären, jedoch nicht alles entkräften. Somit hatte Richterin Sylvia Weil – Sitzungspräsidentin des KVE – das letzte Wort. Es wurde verkündet, dass der Karnevalverein den Schlüssel der Verwaltungsstelle bis zum Aschermittwoch behalten darf und über den Stadtteil herrscht, gemäß seinem Motto „Allen wohl und niemand weh“.