Adventliche Stimmung und ein Abschied Sozialbezirk und Ortsbeirat feiern mit Behinderten

Sozialbezirksvorsteher Dieter Mönch heißt die Gäste willkommen und verkündet seinen Abschied.    Foto: sh

 

Bergen-Enkheim (sh) – Seit vielen Jahren laden der Sozialbezirk Bergen-Enkheim und der Ortsbeirat schwerstbehinderte Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, in Bergen-Enkheim zu einer adventlichen Feier ein. In diesem Jahr nutzte Sozialbezirksvorsteher Dieter Mönch die Veranstaltung, um sich aus seinem Amt zu verabschieden. Im Januar wird Susanne Schubert diese Aufgabe übernehmen.

Bei Kaffee und Kuchen sowie Musik vom „Duo Silberglanz“ ließen es sich die Besucher und ihre Betreuer gut gehen. Auch durften sich die geladenen Gäste über ein Geldgeschenk aus dem Budget des Ortsbeirats freuen, mit dem sie sich einen persönlichen Weihnachtswunsch erfüllen können. Viele Bewohner der „Alten Mühle“ aber auch Privatpersonen waren der Einladung gefolgt, um einen schönen Nachmittag im evangelischen Gemeindezentrum Bergen zu verbringen. Sozialbezirksvorsteher Dieter Mönch, die Sozialpfleger und Pfarrer Alfred Vaupel-Rathke begrüßten ihre Gäste mit freundlichen Worten und sorgten für eine erstklassige Bewirtung.

Dieter Mönch führte durch die Veranstaltung - es war allerdings das letzte Mal, dass diese Zusammenkunft unter seiner Regie stattfand, denn Mönch tritt nicht mehr als Sozialbezirksvorsteher an. Er wird im Januar 2017 sein Amt an Susanne Schubert übergeben. 16 Jahre lang war Mönch als Sozialbezirksvorsteher tätig und das mit viel Freude und Engagement. „Bergen-Enkheim zu betreuen, ist im Vergleich zu anderen Stadtteilen in Frankfurt angenehm, da die soziale Infrastruktur hier recht gut ist“, sagte Mönch.

Lob für die Einrichtung „Alte Mühle“

Besonders lobend erwähnte er die Einrichtung „Alte Mühle“ in Enkheim und erinnerte sich noch gut daran, wie er um die Wohnstätte gekämpft habe. Das Objekt gehörte der Mitbegründerin der Lebenshilfe Frankfurt, Christine Heuser. Als bekannt wurde, dass Heuser dort eine Behinderteneinrichtung plante, hätten einige Anlieger dagegen protestiert, blickte Mönch zurück. Damals habe der Sozialbezirksvorsteher das Gespräch mit den Anwohnern gesucht und der Protest habe sich gelegt. „Die Einrichtung ist sehr gut gelungen und bietet Schwerstbehinderten aus Bergen-Enkheim verschiedene Möglichkeiten, dort zu wohnen“, freute sich Mönch.

Auch Bergen-Enkheims Mitspracherecht bei der Vergabe von Sozialwohnungen, das im Grenzänderungsvertrag verankert ist, hob Mönch als besonders positiv für den Stadtteil hervor. Der Sozialbezirksvorsteher und seine Sozialpfleger kümmern sich um Menschen, die Betreuung benötigen. Oftmals erreichen sie auch Hinweise von Bürgern, die den Verdacht haben, dass bei ihrem Nachbarn „etwas nicht in Ordnung“ sei. „Die Menschen in Bergen-Enkheim sollen wissen, dass es jemanden gibt, an den sie sich wenden können“, so Mönch.

Susanne Schubert freut sich auf ihre neue Aufgabe als Sozialbezirksvorsteherin

Diese Aufgabe wird voraussichtlich ab Januar 2017 - die Stadtverordnetenversammlung muss dem Vorschlag des Ortsbeirats noch zustimmen - Susanne Schubert von Dieter Mönch übernehmen. Sie ist seit vielen Jahren bereits Sozialpflegerin und hat beim Sozialamt gearbeitet. „Es ist immer ein tolles Erlebnis, wenn man Menschen helfen und direkt Einfluss nehmen kann“, berichtete sie. Wehmütig mache Dieter Mönch der Abschied aus dem Amt des Sozialbezirksvorstehers nicht. „Die Rentenberatung werde ich weiterhin anbieten. So wird kein Arbeitsmangel entstehen“, sagte er lachend.

 

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