Sara Hammann ist Bergen-Enkheims Kinderbeauftragte

Die Stadtteildetektive und Kindersprechstunde kommen

Sara Hammann will Sprachrohr der Bergen-Enkheimer Kinder sein. Foto: zko

Bergen-Enkheim (zko) – Eine Menge guter Ideen für die Kinder im Stadtteil hat Sara Hammann im Kopf. Sie wurde vor rund acht Monaten vom Bergen-Enkheimer Ortsbeirat zur Kinderbeauftragten gewählt und die anfänglichen Ideen werden immer konkreter.

Sie sei ganz unverhofft zu diesem Amt gekommen, berichtet die studierte Diplompädagogin. Ein Mitglied des Ortsbeirats habe sie angesprochen und sie habe nach kurzer Bedenkzeit zugestimmt. „Es ist mir ein großes Anliegen, Bergen-Enkheim noch lebenswerter auch für die jüngeren Bewohner zu machen“, sagt Sara Hammanns. Ihr vorderstes Projekt ist die „bespielbare Stadt“. „Es ist mir wichtig, dass unsere Kinder wieder mehr draußen spielen wollen, deshalb setze ich mich dafür ein, dass vernachlässigte Spielplätze im Stadtteil wieder mit attraktiven Spielgeräten bestückt werden und auch Naturschutzgebiete wie beispielsweise das Mühlbachtal als Spielplätze genutzt werden können“, erläutert die Mutter zweier Kinder, die zur Zeit noch ein Pflegekind in ihre Familie aufnimmt.

In enger Zusammenarbeit mit den beiden Grundschulen am Ort, wird die Kinderbeauftragte die Stadtteildetektive ins Leben rufen: Grundschüler können sich monatlich oder 14-tägig treffen, um ihren Stadtteil besser zu erforschen. Auch soll es eine regelmäßige Kindersprechstunde im Ortsbeirat geben, zu der die Kinder ihre Wünsche und Vorschläge vortragen oder auch Kritik an den örtlichen Gegebenheiten äußern können.

Sara Hammann will ein „Sprachrohr der Kinder“ sein und im engen Kontakt mit ihnen bleiben. „Ich wünsche mir, dass die Kinder mich direkt ansprechen, wenn sie mich treffen. Da meine Söhne in verschiedenen Vereinen sind, kennen mich auch bereits viele Kinder und wissen, dass sie sich an mich wenden können.“

Auch ausreichende Kindergarten- und Hortplätze in Bergen-Enkheim sind ein Thema für die Kinderbeauftragte. Wie Hammann berichtet, will das Mütter- und Familienzentrum Matz in diesem Jahr eine neue Hortgruppe mit 24 Plätzen eröffnen, wofür derzeit noch geeignete Räumlichkeiten in Enkheim gesucht werden. Im vergangenen Jahr wurden 15 neue Hortplätze im „Schüli auf‘m Berg“ an der Marktstraße in Bergen geschaffen, ein Schülerladen des Sozialpädagogischen Vereins, womit der Bedarf zunächst gedeckt ist. Im Bereich Kindergartenplätze sähe es noch nicht ganz so gut aus, aber auch darum werde sie sich bemühen, so Hammann.

Das Kinderfest am Freitag vergangener Woche zum „Tags des Kindes“ unter der Schirmherrschaft von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann wurde von der Kinderbeauftragten aufwändig organisiert und war ein großer Erfolg. Sara Hammann entschied sich für das Kinderfest-Motto „Recht auf Bewegung“ und sorgte für entsprechende Spielangebote. Darüber hinaus war das „Figurentheater Kania“ zu Gast, das ein Stück zum Thema Kinderrechte spielte (Der Bergen-Enkheimer berichtete).

Wer ein Anliegen an Bergen-Enkheims Kinderbeauftragte Sara Hammann hat, kann sich per E-Mail an bergen-enkheim[at]kinderbeauftragte-frankfurt[dot]de wenden.

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