22 Kulturinstitute, 17 Bühnen und über 600 Stände 29. Museumsuferfest in Frankfurt als Kulturfest für alle

Lukas Janisch singt – im Podium dahinter Matze Brunner, Peter Feldmann und Thomas Feda. Foto: Faure

Seckbach (jf) – Das Programm für das Museumsuferfest vom 26. bis zum 28. August wurde nicht wie sonst in einem Museum, sondern in der neuen Batschkapp in der Gwinnerstraße vorgestellt. Der legendäre Musikclub, der seit 40 Jahren besteht, ist in diesem Jahr Ehrengast des Festes. „Wir haben Hunderte Programmpunkte. Es ist richtig viel los an beiden Ufern des Mains auf knapp acht Kilometern, dazu gibt es Veranstaltungen im Umfeld“, sagte Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt (TCF). 

Oberbürgermeister Peter Feldmann unterstrich: „Ich bin ein großer Fan des Museumsuferfestes. In diesem Jahr steht nicht der Ehrengast der Buchmesse, sondern eine Frankfurter Institution im Zentrum. Auf der Batschkapp-Bühne sind stündlich Höhepunkte zu erwarten.“ „Und das Feuerwerk wird eine Hommage an den Musikveranstalter sein“, ergänzte TCF-Veranstaltungs-Chef Kurt Stroscher. Die TCF habe Flandern und den Niederlanden das Fest zwar angeboten, es sei jedoch keine Vereinbarung über eine Gesamtteilnahme zustande gekommen – die Veranstaltung sei der Sprachregion wohl zu groß gewesen, erklärte Feda am Rande. Aber es werde flämische und niederländische Akzente geben. Batschkapp-Mitarbeiter Matze Brunner wies darauf hin, dass am Sonntag, 28. August, um 20 Uhr die Kultband „Tito & Tarantula“ auf der Batschkapp-Bühne am Nizza zwischen Untermainbrücke und Holbeinsteg stehen wird. „Außerdem singe ich – da gibt es nichts zu lachen, so schlecht bin ich auch wieder nicht – mit der Hausband ‚The Terrible Noises’“, sagte Brunner. Er unterstrich, dass im Festprogramm vor allem regionalen Künstlern ein Forum geboten werde.

Bereits zum achten Mal nimmt das Caricatura Museum am Museumsuferfest teil und veranstaltet an drei Tagen das achte Festival der Komik. Am Samstag, 27. August, findet von 17 Uhr bis 22 Uhr in der Dreikönigskirche, der Deutschordenskirche, der Heiliggeistkirche, der Liebfrauenkirche, der St. Katharinenkirche und dem Dom die Orgelmeile statt, am Sonntag, 28. August, lädt die Chormeile von 17 Uhr bis 21 Uhr in die Heiliggeistkirche, die St. Katharinenkirche, die Liebfrauenkirche und den Dom ein.

Zum 16. Mal gibt es den „Klang im Kloster“ im Karmeliterkloster mit Aufführungen am Samstag und Sonntag.

Die Kunstsammlungen der Deutschen Bank und der Commerzbank öffnen ihre Türen, dafür muss man sich bis zum 26. August in der Tourist Information Römer seine Karte abholen – bitte den Personalausweis auch zu den Führungen mitbringen. Piraten stehen im Mittelpunkt des Festprogramms des Deutschen Filmmuseums. Nicht nur im Haus am Schaumainkai 41, sondern auch auf der Freifläche davor wird es verschiedene Aktionen und Kreativwettbewerbe geben.

Niederländisch für Anfänger

Das Historische Museum bietet Sonderführungen an. Hier tauchen auch Flandern und die Niederlande auf: Maler aus diesen Regionen haben bedeutende Werke für die Sammlung des Hauses geschaffen, flämische und niederländische Gestalter sind an den drei Festtagen zu Gast. In einem belgischen Bistro werden landestypische Köstlichkeiten angeboten, außerdem kann man belgisches Craft-Bier probieren.

Niederländisch für Anfänger – ein zehnminütiger Crash-Kurs – wird im Museum für Kommunikation am Samstag und Sonntag jeweils zwischen 13 Uhr und 18 Uhr offeriert. Sechs Livebands treten auf der Frankfurter Musikbühne auf. Eine Kostprobe konnten die Medienvertreter von Lukas Janisch, Gewinner der Show „The Voice Kids“ 2016, hören. Am Festsamstag stehen auf dieser Bühne stadteinwärts in der Nähe der Untermainbrücke auf der Frankfurter Seite die Philippinen im Fokus. Zum fünften Mal ist das Spanische Fremdenverkehrsamt mit einem eigenen Programm „Spanien am Main“ in der Nähe des Holbeinstegs, nördliches Ufer, vertreten und bietet Vorführungen von Show-Kochen über Jazz und Rap bis hin zu Flamenco.

Sportlich geht es auf der Sport- und Kulturweltbühne zu, nicht nur in den Präsentationen, sondern auch in Workshops und Mitmachmöglichkeiten. Selbstverständlich wird es auch 2016 wieder Drachenbootrennen am Samstag und Sonntag geben. Diese besonderen Wettkämpfe – auf dem Main werden die zweitältesten in Deutschland ausgetragen – ziehen viele Zuschauer an. „Totale Sicherheit gibt es nicht. Aber wir haben ein gutes und von Jahr zu Jahr verfeinertes Sicherheitskonzept sowie erhöhte Polizeipräsenz. Viele Beamte sind in Zivil unterwegs, das entspricht auch dem Charakter des Museumsuferfestes“, sagte Kurt Stroscher.

Weitere Details gibt es auf der Internetseite www.museumsuferfest.de.

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