Löwen, Pinguinen, Helmkasuar und im Grzimek-Haus Bernadette Weyland besucht den Frankfurter Zoo

Bernadette Weyland (links) freut sich: Sie darf mit Astrid Parys die Weißkopfsakis mit Nüssen füttern. Foto: Faure

Ostend (jf) – Die Spenden-Aktion zur Erweiterung der Löwen-Außenanlage ist angelaufen, ein paar Scheine und viele Münzen liegen in der Spendenbox an der Wand des Katzendschungels. Nicht eben viel auf den ersten Blick. „Moment, die Box wurde schon mehrfach geleert“, klärte Pressesprecherin Caroline Liefke auf. Liefke begleitete Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch, die Oberbürgermeisterkandidatin Bernadette Weyland und die Medienvertreter auf der Runde durch den Zoo. 

Neu am Löwenbereich: Mit dickem, hellen Papier wurden zwei Fenster abgeklebt. „Ruhezone für unsere Löwen“ informiert ein Schild. „Besonders die Löwin Zarina wurde unruhig, wenn viele Besucher vor den Scheiben standen. Deshalb haben wir diese Lösung gewählt“, erläuterte Niekisch. Draußen vor dem Außengehege der beiden asiatischen Löwen erzählte er die Anekdote von jenem Fremdarbeiter, der vor ein paar Jahren hinter dem Wassergraben abrutschte und hinein fiel. Er schrie und bespritzte die wasserscheuen Löwen. Keine gute Idee, das stimmte die Tiere nicht eben friedlich.

Wassergraben soll trockengelegt werden

Aber schließlich konnte der Arbeiter von herbeigeeilten Tierpflegern aus seiner misslichen Lage befreit und die Löwen beruhigt werden. Das wird nicht mehr vorkommen, wenn der Wassergraben trockengelegt wird. Und die Raubkatzen erhalten mit der Umgestaltung einen doppelt so großen Außenbereich. Eine von mehreren Baustellen im Zoo. „Das Nashornhaus müsste ebenfalls saniert werden, da ist mit kleinen Veränderungen nichts mehr zu machen“, sagte der Zoo-Chef auf dem Weg zum Großen Weiher. Da entsteht zurzeit die neue Pinguinanlage. Noch liege man gut in der Zeit und hoffe auf einen milden Winter, um im Plan zu bleiben.

„Was wird eigentlich mit den Fischen, wenn die neue Pinguinanlage steht?“, wird nachgefragt. „Die Aquarien wollen wir auflösen, die Fische werden an andere Zoos abgegeben, die nehmen sie gerne“, erklärte Niekisch. Terrarien sollen künftig eingerichtet werden – weniger aufwendig und ökologisch sinnvoller. Zurück zum Gesellschaftshaus, Rundgänge sind aufgrund der Bauarbeiten schwierig geworden. Auf Tafeln stehen schier endlose Namen von Tierpaten, rund 2000 Patenschaften gibt es zurzeit. „Es sind keine individuellen Patenschaften, sondern solche für eine Tierart“, sagte Liefke. Gut für den Zoo, damit kommt jährlich ein sechsstelliger Betrag in die Kasse – zum Wohle der Tiere.

Abstecher zum Modell der Pinguinanlage

Schnell noch einen Abstecher in den Pavillon mit einem Modell der neuen Pinguinanlage. „Die Humboldt-Pinguine werden sich nicht gegenseitig in die Höhlen schauen können, das mögen sie nämlich nicht“, bemerkt Niekisch am Rande. An der Giraffenanlage fiel dem Direktor eine weitere Episode ein: „Wir haben früher Giraffen gezüchtet und sie in andere Zoos abgegeben. Etwas Pech hatten wir mit einem Partner in Israel; bis alle Verhandlungen abgeschlossen waren, hatte die Giraffe eine Größe erreicht, die einen Flug nicht mehr möglich machte. Also kam sie schließlich nach Neuenkirchen, das konnte man per Autotransport erreichen.“ So sehr Bernadette Weyland sich auch mühte, den stattlichen Helmkasuar lockte sie nicht aus der Deckung.

Also dann zum Grzimek-Haus, vorbei an den Gundis, die gerade beim Gruppenkuscheln waren, zu Revierleiterin Astrid Parys. Die wartete schon am Gehege der Weißkopfsakis, kapuzinerartige Primaten, auf den Besuch. Die Tierpflegerin arbeitet seit 34 Jahren im Zoo, hat mit dem Grzimek-Haus aufgrund der vielen unterschiedlichen Tierarten das schwierigste Revier – aber auch die meisten Tierpaten, so wie Bernadette Weyland, die an diesem Tag „ihre“ Affen ausnahmsweise füttern durfte. Nüsse mögen sie besonders – die fraßen sie der Patin aus der Hand.

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