Kampf den Verpackungen: Mehrweg statt Einweg Bornheim: Mehrwegbecher-System vorgestellt

Michael Werner, Pressesprecher der FES, (rechts) präsentiert die neuen Aufkleber auf den Abfalleimern der Bergerstraße, die für die Aktion werben. Markus Frank und Marlene Haas (Zweite von links) schauen interessiert zu. Foto: Schneider

Bornheim (zjs) – Ein lange bekanntes Problem wird jetzt tatkräftig in Angriff genommen: Kampf den Verpackungen in Form von Coffee-to-go-Bechern. Es geht schnell, es ist praktisch und am Ende liegt der Pappbecher in der Ecke oder verstopft die Mülltonnen. Damit soll jetzt endlich Schluss sein. „Bundesweit werden jährlich 2,8 Milliarden Pappbehälter weggeworfen, alleine 25 Millionen in Frankfurt“, sagt Marlene Haas, geschäftsführende Gesellschafterin von ‚Lust auf besser leben‘. 

Das gemeinnützige Unternehmen und die Bornheimer Initiative ‚Cup2gether‘ der Kommunikationsagentur „Von wegen“ möchten gemeinsam dagegen vorgehen. Ihr Ziel: Einweg durch ein nachhaltiges Mehrwegsystem reduzieren, um gemeinschaftlich die Umwelt zu schützen. Im Zentrum steht ein Mehrwegbecher, der das Lokalkolorit aufgreift und jetzt der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Mit im Boot ist die Stadt Frankfurt mit der Stabsstelle „Sauberes Frankfurt“, die FES und die Gewerbetreibenden auf der unteren und oberen Bergerstraße.

Das Motto lautet deshalb: „Cup2gether – besser bechern rund um die Berger Straße“ und Wirtschaftsdezernent Markus Frank bezeichnet die ‚Bornheimer Zeil‘ als Blaupause und Labor mit Signalwirkung für die anderen Stadtteile, „denn die Vereine und Geschäftsleute sind offen für neue Ideen.“ Zuletzt sei dies an der Kampagne ‚Ich bin dabei: Plastikfrei!‘ deutlich geworden. Innerhalb von 90 Tagen sollen mindestens 20 Cafés, Betriebe und möglichst viele Bewohner und Gäste vom Mitmachen überzeugt werden.

Aufkleber auf Mülleimern rufen zum Mitmachen auf

Die FES hat 60 Mülleimer entlang der Bergerstraße mit Aufrufen zum Mitmachen versehen. Für das Pilotprojekt sucht „Cup2gether“ ab sofort 100 männliche und weibliche Becherbotschafter. Berger Straßen-Fans und Pioniere aus anderen Quartieren, die ihre Lieblings-Cafés und „To Go-Freunde“ auf das Thema „Mehrweg statt Einweg“ aufmerksam machen und Tester finden, die im Anschluss 100 Tage ein Mehrweg-Pfandsystem rund um die Berger testen wollen, können sich bewerben unter: www.cup2gether.de/botschafter.

Cafés oder Läden auf und rund um die Berger Straße, die im Anschluss 100 Tage lang das Pfandsystem testen oder ohne Pfand Mehrweg oder den bereits vorhandenen ‚Becher-Bonus‘ anbieten möchten, sind ebenfalls zum Mitmachen über das Internet aufgerufen: www.cup2gether.de/cafes. Begleitet wird die Aktion über alle Social Media Kanäle.

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