Gespannt auf Fragen und Werke

Dirk Krecker ist nun Schulkünstler an der Helmholtzschule

Die Fünftklässler aus dem Kunstkurs mit Tina Baumung, Dirk Krecker und Gerrit Ulmke. Foto: Faure

Ostend (jf) – Der junge Mann, 1972 in Frankfurt geboren, kennt die Schule. Es ist eine kleine Rückkehr, denn 1991 legte Dirk Krecker an der Helmholtzschule sein Abitur ab. 17 Jahre später, nach dem er Meisterschüler an der Städelschule war und sein Diplom an der Hochschule für Gestaltung Offenbach erwarb, nach Stipendien in Paris und Salzburg und diversen eigenen Ausstellungen ist er nun Schulkünstler am Gymnasium in der Habsburgerallee.

Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat er, schon an der Heinrich-Kraft-Schule, jetzt Schule am Mainbogen, war Krecker als Schulkünstler tätig. „Es lohnt sich, den künstlerischen Bereich zu stärken, zeitlich sind die Schulen da leider mangelhaft ausgestattet. Der kulturelle Kitt ist etwas Besonderes, das kann Wirtschaft gar nicht leisten“, sagte der Zeichner, Maler und Performer. 90 Minuten Kunstunterricht sind wöchentlich geplant, mit dem Kunstkurs, an dem die Schüler freiwillig teilnehmen, kommt noch einmal die etwa gleiche Zeit hinzu. „Kunst ist Vielfalt. Stellt man Studenten die Aufgabe, ein blaues Quadrat zu zeichnen, erhält man die unterschiedlichsten Ergebnisse“, weiß Krecker aus eigener Erfahrung als Dozent.

Kunstwerke auf der Leinwand präsentiert

Schulleiter Gerrit Ulmke begrüßte die fünfte Klasse und ältere kunstinteressierte Jugendliche in der Aula. „Kollegin Tina Baumung holte vor sechs Jahren das Schulkünstlerprojekt an die Helmholtzschule. In den vergangenen Wochen haben sich die 30 Fünftklässler des neu eingerichteten Kunstprofils bereits mit Malerei und Farben beschäftigt. Nun kommt Dirk Krecker hinzu und eröffnet weitere Perspektiven.“ Die Bildungseinrichtung sei der Stiftung der Frankfurter Sparkasse und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, die dieses Projekt ermöglichen, dankbar.

„Wer von euch hat schon gemalt? Wer malt gerne Einhörner? Wer zeichnet lieber Häuser, Autos und Roboter?“, fragte Dirk Krecker. Die Hände der Zehn- und Elfjährigen gingen nach oben. Dann zeigte der Schulkünstler auf der Leinwand seine Arbeiten. „Ich interessiere mich für Stadt, Landschaft, Architektur“, erklärte er. Seine mit der Schreibmaschine angefertigten Kunstwerke sind ungewöhnlich, mithilfe von Buchstaben und Zeichen fertigt er Bilder und ganz eigene Strukturen. „Man muss entdecken, was man selbst kann. Und das muss man dann auch machen“, sagte Krecker. Kunst sei eine Ausdrucksform, mit der man Glück und Trauer darstellen könne.

Jungen und Mädchen haben viele Fragen

Den Arbeitsbeispielen schloss sich eine Fragerunde an. „Wie groß war das größte Bild, das du gemacht hast?“ „Es war eine Arbeit mit Gewebeband auf einer Fläche von neun Mal neun Metern in Hall in Tirol“, antwortete Krecker. „Wie geht das mit der Schreibmaschine?“ „Nimmst du spezielle Texte dafür?“ „Wo holst du dir die Ideen?“ „Warum bis du Künstler geworden?“ Der Schulkünstler hatte einige Fragen zu beantworten.

Es wird im begonnenen Schuljahr noch viele Möglichkeiten geben, miteinander ins Gespräch zu kommen – bei Besuchen beispielsweise im Städel Museum und im Museum für Moderne Kunst. Oder bei einem Atelierbesuch bei Dirk Krecker. „Ich bin gespannt auf die Fragen der Kinder. Und freue mich auf die gemeinsame Arbeit“, sagte der Künstler. Am Ende des Schuljahres ist eine Werkschau geplant. „Genaues kann man dazu allerdings noch nicht sagen, dafür ist es zu früh. Das Projekt beginnt ja gerade erst“, bemerkte Krecker. Lehrenden, Lernenden im Kunstkurs und dem Schulkünstler steht eine interessante und sicher erlebnisreiche gemeinsame Zeit bevor.

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