Viele Interessen müssen unter einen Hut gebracht werden

Fahrradständer sorgen für Aufregung

Genutzt werden die neuen Fahrradständer – aber was passiert, wenn Feste auf dem Fünffingerplätzchen stattfinden? Foto: Faure

Bornheim (jf) – Parkplätze kontra Fußgängerzone, Fahrradständer kontra Festivitäten? Den Eindruck könnte man bekommen, wenn man sich die jüngste Entwicklung anschaut: Am 14. Februar wurden auf dem Fünffingerplätzchen zwei Gruppen von Fahrradständern angebracht. Prima finden das die Radfahrer. Kann gleich wieder weg, sagen Festveranstalter.

Wie kam es zur Einrichtung der Fahrradbügel? Am 9. November 2016 brachten die Grünen zur Sitzung des Ortsbeirats vier (Bornheim/Ostend) eine Vorlage ein, in der es heißt: „Der Magistrat wird gebeten, auf der Berger Straße zwischen Bornheim Mitte (später in Saalburgstraße geändert – die Red.) und Fünffingerplätzchen mehr Fahrradabstellmöglichkeiten bereit zu stellen.“ Die Vorlage wurde einstimmig angenommen und am 29. November dem Magistrat als Anregung weitergeleitet. Die Begründung lautet: „Auf diesem Teil der Berger Straße ist die Nachfrage nach Möglichkeiten ein Fahrrad abzustellen groß – nicht nur an den Tagen des Wochenmarktes. Bewohner des Viertels, welche die Einkaufsstraße mit dem Rad besuchen, wünschen sich daher mehr Abstellmöglichkeiten. Der genaue Ort wird am besten von Fachleuten festgelegt werden können.“ Einen Ortstermin zwischen Ortsbeirat und Fachleuten des Amts für Straßenbau und Erschließung (ASE) hat es nicht gegeben.

Bis zum Weinfest muss eine Lösung her

Zehn Wochen später waren die Fahrradbügel angebracht und erhitzen nun die Gemüter. Auf Nachfrage antwortete die Leiterin des ASE, Michaela Kraft: „Es war ein vom Ortsbeirat vier formulierter Antrag, dem wir nachgekommen sind. Nun, wo es zu Diskussionen über die Fahrradbügel kommt, fühlen sich unsere Mitarbeiter allein gelassen. Der Bereich rund um die Berger Straße ist ohnehin problematisch, es gibt zu wenige Abstellplätze für Fahrräder. Andererseits wissen wir um die beengten Örtlichkeiten und haben deshalb auf dem Zuweg von der Heidestraße beispielsweise zwei abnehmbare Poller angebracht.“ Abnehmbar sind die Fahrradbügel nicht. Ob es eine solche Konstruktion überhaupt gibt, ist fraglich. Doch genau dort, wo die Fahrradständer jetzt einbetoniert sind, haben weder Festzelte noch die Wagen der Festzulieferer mehr Platz. Guter Rat ist also schnell gefragt – das 14. Bernemer Weinfest ist vom 3. bis zum 7. Mai geplant. Michaela Kraft hofft auf einen Kompromiss und steht damit sicherlich nicht alleine.

Kommentare

Fahrradständer am Fünffinger-Plätzchen

Sicherlich ist es schwer sich in ganz Frankfurt auszukennen. Dafür gibt es aber den Ortsbeirat, der sich in seinem Stadtteil auskennt.
Ein Gespräch zwischen den beiden Gremien hätte sicherlich verhindert, dass an dieser Stelle Fahrradständer aufgestellt werden.
Die Ortsteilpolitiker wissen was an dieser Stelle alles stattfindet.
Es geht nicht nur um das Weinfest, hier gibt es auch die monatlichen Veranstaltungen am 1. Samstag im Monat,
dann den Kerbe-Mittwoch, sowie den Weihnachtsbaumverkauf.

Kann nicht endlich mal der Freiplatz auf der Berger Straße zwischen Hausnummer 222 und dem Penny-Markt
einer vernünftigen Nutzung zugeführt werden?
Ein weiterer Vorschlag wäre das gleiche Grundstück mit Zugang in der Ringelstraße.

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