Integration durch Qualifizierung Fest zum vierten deutschen Diversity Tag auf dem Merianplatz

Stellten sich gern zum Gruppenfoto auf: Ghodsi Hejazi, Constanze Brucker, Arif Arslaner, Rosina Walter und Nargess Eskandari-Grünberg. Foto: Faure

Nordend (jf) – „Bei dem Wetter hätten wir Pavillons gebraucht“, lachte Cornelia Goldstein und versuchte sich als Sonnen-Schirmherrin. „Wir sollten uns über die sommerliche Wärme freuen“, entgegnete Nargess Eskandari-Grünberg, Dezernentin für Integration.

Auf dem Merianplatz informierten jüngst das Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ) Hessen, der Verein für Kultur und Bildung (KUBI) Frankfurt, der Verein für berufliche Integration berami und das Projekt „MigrantenUnternehmen und Vielfalt“ (MuV). Initiator des Deutschen Diversity Tages ist der Verein Charta der Vielfalt, der seit zehn Jahren dafür eintritt, Vielfalt wertzuschätzen und auch in Unternehmen stärker zu beachten und davon zu profitieren.

Das IQ Netzwerk wurde 2005 als Förderprogramm der Bundesregierung gegründet, in Hessen arbeitet es mit über 20 operativen und weit mehr strategischen Partnern zusammen. „Das Netzwerk unterstützt finanziell beispielsweise die Beratung von Menschen mit ausländischen Bildungsabschlüssen“, erklärte Goldstein. Das Angebot „ComIn“ umfasse berufliche Beratung und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: „Wir informieren auch direkt in den Deutschkursen“, erläuterte Goldstein. Außerdem gebe es eine offene Beratung speziell für Frauen.

Zeit für Gespräche

Überhaupt waren Frauen an diesem Tag besonders stark vertreten; Mit-Organisatorin Ghodsi Hejazi schüttelte viele Hände und umarmte Freundinnen und Mitstreiterinnen. Constanze Brucker, Projektgruppenleiterin beim Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS), begrüßte die Gäste: „Bei Vielfalt geht es um viel – in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Hilfe und Unterstützung sowie Beratung. Gut ist, dass auch einige Unternehmensvertreter gekommen sind – so können direkte Gespräche geführt werden.“

Arif Arslaner, KUBI-Geschäftsführer, unterstrich: „Vielfalt hat viele Aspekte. Im Grunde bedeutet sie, gemeinsam zu arbeiten und Neues zu entwickeln. Das sollte auch verstärkt in städtischen Gremien umgesetzt werden.“

Integration als Herausforderung

Nargess Eskandari-Grünberg bemerkte: „Was auffällt, sind die vielen Frauen in vorderster Front. In Frankfurt leben 180 Nationalitäten friedlich und in guter Nachbarschaft miteinander.“ Integration bleibe in den nächsten Jahren eine große Herausforderung. Dabei gehe es vor allem um Qualifikation und Anerkennung. Gelingen kann Integration nur, wenn es Chancengleichheit – besonders für Frauen – gebe. „Die Stimmen von Gauland und Trump sollen leiser, unsere Stimmen dagegen lauter werden“, forderte die Dezernentin. Rosina Walter, geschäftsführender Vorstand berami, wies auf bereitgestellte Köstlichkeiten hin und forderte auf: „Nutzen sie das Angebot eines Speed-Datings heute direkt an den Ständen.“

Außerdem informierte sie darüber, dass bei berami viele Frauen aus aller Welt haupt- und ehrenamtlich tätig sind. Neu wird sein: Künftig werden auf Männer bei berami eingestellt. Auch ein Aspekt von Vielfalt. Später sorgte die Trommelgruppe „Moribayassa“ noch für mitreißende Rhythmen.

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