„40 Punkte sind das Ziel“ Fredi Bobic beim Tag der offenen Tür der TG Bornheim

Fredi Bobic und Peter Völker im Fitness-Studio der TGB. Foto: jf

Bornheim (jf) – Rappelvoll war es bei der Turngemeinde Bornheim (TGB) zum Tag der offenen Tür. Draußen an der Kletterwand des neuen Sportcenters drei wagten sich Mutige auf die verschiedenen Routen, innen wurde Jumping, Yoga, Pilates, Thai Bo und Faszien-Bewegung probiert und das Fitness-Studio bewundert und getestet.

Eine Talkrunde fand am Mittag statt, der Gast: Fredi Bobic, seit 1. Juni 2016 Sport-Vorstand bei Eintracht Frankfurt. Im Interview mit dem TGB-Vorsitzenden Peter Völker stellte sich der ehemalige Nationalspieler vielen Fragen. „Glückwunsch zum Erreichen des Halbfinales im DFB-Pokal. Was bedeutet das für Sie?“, wollte Völker als Erstes wissen. „Man ist natürlich immer froh, wenn man weiterkommt. Wir müssen den Fight annehmen. Und 39.000 Zuschauer im Stadion am Faschingsdienstag waren nicht schlecht“, antwortete Bobic.

Fredi Bobic zu Gast in der Talkrunde

Im Sportcenter zwei konnten sich Kinder schminken lassen und basteln. Eine Talkrunde fand am Mittag statt, der Gast: Fredi Bobic, seit 1. Juni 2016 Sport-Vorstand bei Eintracht Frankfurt. Im Interview mit dem TGB-Vorsitzenden Peter Völker stellte sich der ehemalige Nationalspieler vielen Fragen. „Glückwunsch zum Erreichen des Halbfinales im DFB-Pokal. Was bedeutet das für Sie?“, wollte Völker als Erstes wissen. „Man ist natürlich immer froh, wenn man weiterkommt. Wir müssen den Fight annehmen. Und 39.000 Zuschauer im Stadion am Faschingsdienstag waren nicht schlecht“, antwortete Bobic. Der nächste Gegner ist Borussia Mönchengladbach: „Gladbach hat einen guten Lauf, wir haben in der Vorrunde 0:0 gespielt. Jedes Spiel ist schwer“, schätzte der Sport-Vorstand ein. 2,1 Millionen Euro hat das Erreichen des Halbfinales in die Eintracht-Kasse gespielt. „Aber das Geld wird nicht sofort in Spieler investiert“, kommentierte Bobic. Vielmehr gehe es darum, junge Fußballer zu fördern.

Eintracht-Kader mit relativ unbekannten Spielern

„Die Eintracht hat keinen klassischen Mittelfeldspieler mehr. Vor Jahren besetzten Sie diese Position“, kam Völker auf die Karriere von Fredi Bobic zu sprechen. „Ja, ich habe 90 Prozent der Tore direkt gemacht. Das bedeutet aber auch ein hohes Risiko und erfordert eine gute Technik. Doch der Torwart kann sich weniger vorbereiten“, erklärte Bobic.

Peter Völker sprach den Eintracht-Kader an, der zu Saisonbeginn aus Spielern bestand, die kaum einer kannte. „Die Jungen müssen sich entwickeln. Der Kader hatte sich stark verändert, das war schon eine brutale Fluktuation. Ich hatte 31 Personalia, Ab- und Zugänge, auf dem Tisch“, gestand Bobic. Immer werde erst auf dem deutschen Markt gesucht, erst dann schaue man sich im Ausland um. „Maximal 2,5 Millionen Euro wurden eingesetzt“, sagte Bobic. Im Trainingslager sei Deutsch, Spanisch und „Balkanesisch“, wie der selbst aus Jugoslawien stammende Bobic formulierte, gesprochen worden. Aber alle hätten sich gut verstanden – auch auf dem Platz.

„Glück fällt nicht vom Himmel"

Der 1:0-Sieg im ersten Spiel gegen Schalke habe die Mannschaft motiviert. „Zudem waren Niko und Robert Kovac im März 2016 ein Glücksgriff für die Eintracht“, äußerte Völker. „Ja, ich habe Kovac diese Entwicklung zugetraut. Bruno Hübner hat eine gute Entscheidung getroffen. Und Kovac wusste, wie schwer die Aufgabe war. Glück fällt nicht vom Himmel, Glück erarbeitest du dir.“ Natürlich wünsche sich ein Trainer immer gute Spieler, fügte Bobic hinzu, aber bei der Eintracht sei nun mal „Weihnachten seltener“. „Die Eintracht gehört zu den Traditionsvereinen. Was ist das Besondere daran?“, wollte Völker weiter wissen. „Traditionsvereine sind schon etwas Besonderes, sie setzen positive und negative Emotionen frei. Das Problem ist, nicht zu sehr nach hinten zu schauen. Es sind gute Organisationsstrukturen notwendig.“ Auf die Zukunft angesprochen, sagte Bobic: „Wir müssen ins Stadion investieren. Wir zaubern zurzeit in vielerlei Hinsicht, um bundesligataugliche Bedingungen zu haben.“

Fredi Bobic auf einer Briefmarke

Zur Auszeichnung als Torschützenkönig 1996 meinte Bobic: „Mit wem teilst du so einen Titel? Teamerfolge sind schöner.“ Das legendäre „Magische Dreieck“ beim VfB Stuttgart – Fredi Bobic, Krassimir Balakow und Giovane Élber – existiere bis heute: „Wir sind noch Freunde“, bemerkte der Ex-Profi. Als härteste Niederlage nannte er das 1:0 im Europapokalfinale 1998 FC Chelsea gegen VfB Stuttgart.

Zu einer Kuriosität wurde Fredi Bobic auch noch befragt: Sein Porträt ziert eine Briefmarke der Färöer-Inseln. „2003 spielte die deutsche Nationalelf gegen die Färöer und gewann mit 2:0. Wir haben uns damals zwar beim Spiel abgequält, aber die Marke ist schon toll“, gab er zu. Und wo sieht er die Eintracht am Saisonende? „Das Ziel sind 40 Punkte“, stellte Fredi Bobic klar.

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