Tratsch und Trödel Haus- und Gartenflohmarkt lockt in den Riederwald

Lisa Wiese präsentiert stolz ihren Honig aus dem Riederwald.

Riederwald (zlu) – Es ist ein grauer Tag, der erste Sonntag im September. Umso mehr erfreuen sich die Besucher des zweiten Riederwälder Haus- und Gartenflohmarkts an den vielen gelben Luftballons, die die Stände der Händler zieren. Viele Anwohner haben sich in den Straßen des Riederwalds vor ihren Häusern, in ihren Höfen und Gärten positioniert. Die Auslage ist bunt, die Atmosphäre entspannt. So entspannt wie die Anwohner.

Die Ware ist vielfältig: Von Büchern über Tupperware bis hin zu ausrangierten Wohn-Accessoires und Babybetten. Für jeden ist etwas dabei und so wird an diesem Tag nach Herzenslust gestöbert und gefeilscht. Auf Schnäppchenjagd sind nicht nur Ortsansässige. Eingefleischte Sammler und Antiquitätenhändler machen sich ebenfalls auf Streifzug. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr herrscht auch diesmal wieder rege Beteiligung.

„Alles muss raus“, lautet zwar die Devise, aber um den Ertrag geht es dabei nur zweitrangig. Man steht beisammen, plaudert, lacht und tauscht Neuigkeiten aus. Die Belebung des öffentlichen Raums, das Beisammensein und das nachbarschaftliche Miteinander stehen im Vordergrund. Niemand muss zwingend sein Lager vor der eigenen Haustür aufschlagen, wer mag, kann auch zu den Lieblingsnachbarn übersiedeln oder sich einer belebteren Straße anschließen.

Kinder verkaufen altes Spielzeug

„Das Ganze soll so unbürokratisch wie möglich vonstattengehen“, sagt Sebastian Wolff, Organisator und Quartiersmanager für das Diakonische Werk im Evangelischen Regionalverband Frankfurt am Main. „Hauptsache die Leute haben einen schönen Tag.“ Das Konzept scheint aufzugehen. Allerorts zufriedene Gesichter. Auch die Kinder kommen auf ihre Kosten: Sie verkaufen langweilig gewordenes Spielzeug um es an anderer Stelle durch Neues zu ersetzen. „Das sollte es öfter geben“, schwärmt die achtjährige Lara und demonstriert stolz das Geld, das sie verdient hat sowie ihr neues Plüschtier.

Auch ihre Mama scheint zufrieden, die den halben Samstag mit dem Ausmisten des Kinderzimmers zugebracht hat. Zur Belohnung machten sich Mutter und Tochter anschließend erst mal auf den Weg ins Stadtteilcafé. Dort standen für kleines Geld Kaffee und selbst gebackener Kuchen zur Stärkung bereit. Manch einer gönnte sich abschließend noch ein Glas des Honigs, den Lisa Wiese an ihrem Stand neben diversem anderen anbot. Die Hobby-Imkerin hat zwei Bienenstöcke in ihrem nahegelegenen Garten. Und die Bienen waren fleißig. Wer beim Haus- und Gartenflohmarkt kein Glas Honig mehr abbekommen hat, soll die Tage doch einfach bei ihr zuhause vorbei kommen, um sich eines zu sichern.

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