Bio, Physik und Chemie machen nun doppelt Freude Helmholtzschüler lernen nun in neuen Fachräumen

Gerrit Ulmke (von links), Melitta Luta und Steffen Höhr im Biologie-Fachraum. Foto: Faure

Ostend (jf) – Ein breiter Arbeitsplatz zum Schreiben und Experimentieren, Wasseranschlüsse, abschließbare, gut integrierte Schränke, eine große, leicht bewegliche zweiteilige Tafel, dimmbares Deckenlicht und frische, leuchtende Farben an den Wänden, Böden und Decken zeichnen die neuen Räume aus.

„Nur ein halbes Jahr hat die Sanierung gedauert. Grundlage für die Umbauarbeiten war der Abbruch zweier tragender Wände in den Sommerferien, alles Weitere wurde im laufenden Betrieb erledigt“, erklärte Schulleiter Gerrit Ulmke den Kollegen, Planern, Architekten und Eltern, die zur offiziellen Inbetriebnahme der Fachräume gekommen waren. Endlich sind die Räume Wirklichkeit geworden, gefühlt Jahrzehnte nach dem ersten Anstoß. Bereits 2002 intervenierte Schulelternbeirat Paul Dahlheim, der heutige stellvertretende Schulleiter Bernhard Jöst und vormalige Fachbereichsleiter setzte sich energisch für die Sanierung ein.

„Das Wichtigste war jedoch nicht die Hartnäckigkeit, mit der das Projekt verfolgt wurde, sondern die Gemeinschaftsarbeit.“ Es wurde nicht nur an die Verantwortlichen der Stadt geschrieben, sondern mit geplant. „Schließlich soll das jetzt 30 Jahre halten“, sagte Ulmke nur halb scherzend. Also mussten sich alle Beteiligten Gedanken machen, wie ideale Arbeitsbedingungen in der Gegenwart und in der Zukunft aussehen könnten. Besonders dankbar war der Schulleiter dem Schulträger: „Unsere Pläne wurden eins zu eins umgesetzt. Die Kooperation mit allen Verantwortlichen war gut. Alle 14 Tage haben wir uns auf der Baustelle getroffen. Wir sind im Zeitplan geblieben.“

Entrümpeln für mehr Platz 

Verantwortlich war in erster Linie Sonja Werle, damals noch beim Stadtschulamt. Sie brachte das Projekt auf den Weg. Architektin Nicole Zielinski plante, die Architekten Jessica Heym und Bernhard Maßlich waren ebenfalls beteiligt, Ingenieur Cristobal Alcaraz kümmerte sich um die Statik, Fachplaner Günter Wittich um die Ausstattung. Die knapp 20 engagierten lehrenden Naturwissenschaftler halfen auch beim Aus- und Einräumen. „Die Sammlungen in den drei Fächern mussten kräftig entrümpelt werden, um mehr Platz für die Räume zu haben“, sagte Melitta Luta, Leiterin des Fachbereichs III. Der leuchtend grüne Biologiebereich im Erdgeschoss mit den zwei Fachräumen und der Sammlung in der Mitte kommt bei den Gästen besonders gut an.

Im ersten Obergeschoss liegt der Physikbereich mit einem abgestuften Hörsaal und übersichtlichen Arbeitsplätzen. „Wie im Theater!“, ruft Paul Dahlheim begeistert. Auch Physiklehrer Alexis Michael ist von den renovierten Räumen überzeugt. „Wir nutzen sie seit dem 1. Februar“, sagte er. Noch fehlen ein paar Kleinigkeiten, Tablets zum Beispiel. „Hier haben wir Steuergelder gespart“, bemerkte Gerrit Ulmke im Chemiebereich in der zweiten Etage. Die Tische seien noch verwendbar gewesen, Decke, Wände und Boden mussten jedoch erneuert werden. „Die Wände wurden mit Magnetfarbe gestrichen. Nun halten Poster auch ohne Klebstreifen oder Nägel“, machte der Schulleiter auf nützliche Kleinigkeiten aufmerksam.

Zehn Kilometer Kabel verlegt

Zehn Kilometer Kabel wurden auf einer Fläche von 450 Quadratmetern verlegt, insgesamt neun neue Räume – sechs Fachkabinette mit jeweils 32 Arbeitsplätzen und drei Sammlungen – sind entstanden. Insgesamt drei Millionen Euro hat der Umbau gekostet. „Aber in dieser Summe sind die Toiletten, die gerade saniert werden, enthalten“, erläuterte Ulmke. Und bei den Planungen zur Umgestaltung der Toiletten redeten die Schüler ein gewichtiges Wörtchen mit. Kein Stillstand also an der Helmholtzschule, an der rund 80 Lehrer etwa 800 Schüler unterrichten.

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