Junge Künstler legen beim Bildhauen den Meißel an Kinder werden kreativ bei Kurs auf ASP Günthersburg

Junge Bildhauer mit ihren Arbeiten, in der Mitte hinten Kursleiter Simon Vogt. Foto: Faure

Nordend (jf) – „Und jetzt, schaut doch noch einmal her, macht nicht so ein Gesicht! Bitte lächeln!“ Die Eltern haben ihre Handys gezückt, die zehn Teilnehmer am Bildhauerkurs von Simon Vogt stehen hinter ihren Kunstwerken. Die fünf Mädchen und fünf Jungen zwischen neun und dreizehn Jahren sind schon ziemlich stolz auf ihre ganz unterschiedlichen Skulpturen, entstanden in vier Tagen zwischen elf Uhr und 16 Uhr.

René nahm zum zweiten Mal am Bildhauerkurs teil, „weil man sich hier frei entfalten kann“, sagt er. Einen Kopf aus dem Spiel „Halo“ hat er gestaltet. „Leider hat es nicht so gut geklappt, die Nase ist kaputt gegangen, ich musste von vorne anfangen.“ Simon Vogt hat ihn moralisch und handwerklich unterstützt, hat ihn aufgemuntert. „Es war jedenfalls wieder cool auf dem Abenteuerspielplatz“, urteilt René, „ich würde gerne noch mal zu einem Kurs kommen.“

Den Zwillingen Leandra und Leonie hat die Bildhauerei ebenfalls Spaß gemacht. „Das Angebot klang spannend, deshalb habe ich mich angemeldet, Kunst interessiert mich. Ich habe ein Herz im Herz herausgearbeitet, ein Herz alleine war mir zu langweilig“, erklärt Leandra. Sie habe den Stein nicht behauen, sondern die Stücke seien eher abgefallen, weil sie so vorsichtig war. Leonie würde ebenfalls noch einmal teilnehmen; sie hat einen Alpensee geschaffen – ein Urlaubswunsch in Stein.

Favoriten auf dem Handy gespeichert

„Es hat sich schon einiges im Lauf der Jahre geändert. Jetzt wird einfach das Handy gezückt, wenn man die Kinder nach ihren Ideen und Vorstellungen fragt. Da sind ihre Favoriten schon gespeichert“, sagt Simon Vogt, der „bestimmt schon um die 50 Kurse“ gegeben hat. Er lacht: „Manchmal komme ich noch mit meinem zerfledderten Vorlagenbuch und ernte erstaunte Blicke, weil das ja so etwas von Old School ist.“ Weiberner Tuff, was nichts mit Frauen, sondern mit dem Ort zu tun habe, wie Vogt erklärt, wird als Material auf dem Abenteuerspielplatz verwendet.

„Der Stein ist weich und lässt sich gut bearbeiten. In Frankfurt ist beispielsweise das Gebäude des Hauptfriedhofs aus diesem Tuff“, erläutert der Experte. Die ersten beiden Kurstage seien stressig, weil viel erklärt werden muss. „Es geht eher um die Technik, nicht um Kraft“, weiß der Bildhauer. Einen hilfreichen Assistenten hat er mittlerweile in seinem 15-jährigen Sohn. „Jeder Kurs ist anders, selbst wenn es ‚Wiederholungstäter’ in der Gruppe gibt. Es macht Spaß, mit den Kindern zu arbeiten, mit zu erleben, wie etwas entsteht. Und das Wetter war zwar kühl, aber schließlich besser als vorhergesagt“, resümiert Vogt. Die beliebten Bildhauerkurse auf dem Abenteuerspielplatz Günthersburg wird es weiter geben – so viel ist sicher.

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