Kritikpunkte an Sanierung des Basketball-Courts im Hafenpark Linien zu eng gezogen

Sportkreis-Vorsitzender Roland Frischkorn beim Pressegespräch. Bild: Gabriel Süring/p

Ostend (red) – EZB Basketball, ein Projekt des Sportkreises Frankfurt, und der Sportkreis haben zu einem Pressegespräch in den Hafenpark im Frankfurter Osten eingeladen. Bereits vor drei Jahren wurde auf die notwendige Sanierung des dortigen Basketball-Courts verwiesen und um diese gekämpft. Die hohe Nutzung machte eine Lichtanlage erforderlich. Gleichzeitig wies der Boden zahlreiche Löcher auf. Dank der Unterstützung von Mike Josef (SPD), Oberbürgermeister und Sportdezernent der Stadt Frankfurt, bewilligte das Sportamt die notwendigen Gelder, um im August mit der Sanierung zu beginnen.

Nun verfügt der Court über eine provisorische Nachtbeleuchtung, die Ende des Jahres fest installiert werden soll. Für Thorsten De Souza, Gründer von EZB Basketball, ist dies ein großer Fortschritt: „Für die bisherige Sanierung sind wir sehr dankbar! Wir sind als kleines, soziales Projekt gestartet und

haben uns zu einer großen Community entwickelt, die durch viele Kooperationspartner, wie das Stadtplanungsamt oder das Deutsche Architekturmuseum, unterstützt wird.“ Besonders während der Coronapandemie bot der Hafenpark einen Treffpunkt, um die fehlenden zwischenmenschlichen Beziehungen abzufedern und entwickelte sich schnell zu einem Anlaufpunkt für Integration, Respekt sowie körperliche und mentale Gesundheit.

Neben der Freude über die bisherige Sanierung bietet diese jedoch auch Anlass zur Kritik. Trotz mehrfacher Versuche, die notwendige Expertise für einen fehlerfreien Court einzubringen, wurde kein gemeinsamer Runder Tisch einberufen. Das Ergebnis: Der Court birgt weiterhin ein Verletzungsrisiko und kann nicht regelkonform bespielt werden.

Die neuen Korbanlagen sind zwar wie gewünscht aus Plexiglas, jedoch zu klein und mit Metallringen und -netzen versehen, deren fehlende Elastizität Verletzungen bedingen könnten. Fehlende Federung könnte zudem bei einem Dunking zum Bersten des Plexiglases führen. Die neuen Linien wurden zu eng gezogen und entsprechen nun nicht mehr den Regularien. „Sollten die Fehler nicht korrigiert werden, wird der Court aufgrund des geringen Standards nicht mehr so

genutzt werden, wie es bisher der Fall war“, mahnte De Souza. Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreises, sieht zudem ein fatales Signal für das Demokratieverständnis junger

Menschen: „Junge Menschen möchten sich an der Zukunft des Landes beteiligen, ihre eigene Zukunft aktiv mitgestalten. Jedoch werden sie zu oft nicht gehört und fühlen sich nicht ernst genommen. Dies führt zu berechtigtem Frust und langfristig zu Zweifeln an der Demokratie.“