Das Programm ist in fünf Themenfelder gegliedert

Luminale bringt Frankfurt wieder zum Leuchten

Philipp Geist (Mitte) stellt sein Projekt auf dem Römerberg vor, Isa Rekkab (rechts), Peter Feldmann (links). Foto: Faure

Frankfurt/Offenbach (jf) – 150 Lichtereignisse sind in Frankfurt und Offenbach vom 18. bis zum 23. März zu sehen. „Das neue Konzept der Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung hat auch eine neue Qualität gebracht“, unterstrich Oberbürgermeister und Schirmherr Peter Feldmann zur Programmvorstellung.

Im Juni 2017 gründete sich der Verein Luminale, seit 2002 gibt es das Lichtspektakel zeitgleich alle zwei Jahre mit der Messe Light + Building. Mit 200.000 Besuchern zählt die Luminale zu den beliebtesten Veranstaltungen der Stadt. Erstmals ist das Festival in fünf Kategorien gegliedert: Art, Community, Study, Solutions und Better City – die englische Wortwahl ist wohl den rund 2700 Ausstellern der Light + Building aus aller Welt geschuldet. „Ursprünglich war es eine Idee der Aussteller, das Licht in besonderer Form in die Stadt zu bringen und ein Geschenk an die Öffentlichkeit“, erinnerte Iris Jeglitza-Moshage von der Messe Frankfurt.

In der Kategorie Art ragt sicher das Projekt „Frankfurt Fades“ von Philipp Geist heraus. Der Lichtmaler, wie er sich selbst bezeichnet, entwickelte eine ortsspezifische Lichtinstallation, die sich mit dem Römerberg und den darauf befindlichem Rathaus auseinandersetzt. Außerdem zeichnet Geist mit Licht einen bunten Wortteppich auf den Boden, die Begriffe dazu wurden von Interessierten eingeschickt. „Cross Hatch“ heißt die animierte Street Art Galerie an der Fassade der Europäischen Zentralbank. Erstmals dabei ist die Alte Oper, sieben Mal pro Abend wird ihre Geschichte auf der Fassade mit Licht inszeniert.

Fünf Themenabende im Festivalzentrum

In der Kategorie Solutions, gefördert von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, gibt es fünf Themenabende im Festivalzentrum Studio Cervantes. Die Frankfurt University of Applied Sciences veranstaltet ein Symposium Stadtlicht. In der Kategorie Study bespielen Studenten der Frankfurt University außerdem den Lichtkokon auf dem Mittelstreifen in der Nähe der Kreuzung Nibelungenallee/Friedberger Landstraße. Im Kunstraum KA:OST, Hanauer Landstraße 48a, zeigen fünf Fotografen ihre Bilder zum Thema „Was macht das Licht …“. In der Kategorie Better City gibt es etwas Besonderes: Die spätgotische Friedberger Warte wird mit einer speziellen Installation von Christian Uitz ins rechte Licht gesetzt. Das ist keine temporäre Schau, die LED-Systeme beleuchten die Warte dauerhaft.

Die neue Festivaldirektorin der Luminale, Isa Rekkab, nannte ein paar Zahlen: 273 Personen unterstützen die Biennale in diesem Jahr, sechs Universitäten nehmen teil. Erstmals gibt es einen Licht-Spaziergang auf sechs Kilometern durch Frankfurt, vorbei an 35 Lichtkunstwerken. 14 Kirchen beteiligen sich an der Luminale. Noch ein Novum: Am Donnerstagabend, 22. März, treffen sich Schüler und Eltern um 19.45 Uhr am Eisernen Steg auf der Sachsenhäuser Seite zum Lichterumzug „Mobile Lichtcluster“. Wer sich über Details informieren möchte, hat dazu unter www.luminale-frankfurt.de Gelegenheit. Zudem gibt es ein gedrucktes Programm, das ab 14. März in allen teilnehmenden Einrichtungen und in der Tourist-Info ausliegen soll.

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