Mädchen haben viel Spaß beim Zeichnen Manga-Workshop im Zentrum Mafalda kommt gut an

Daniela Birkenfeld (vierte von rechts) im Gespräch mit Workshopteilnehmern und Kursleiterin Colin Schwanengel (rechts). Foto: Faure

Nordend (jf) – Große Kulleraugen, ein lachender Mund. Eine Stirnfalte, die Lippen zusammen gekniffen. Ein blau gekleidetes Paar in einer bergigen Umgebung. Die kleine Ausstellung bot am Ende des einwöchigen Manga-Workshops einen Eindruck von dem, was die zehn Mädchen täglich zwischen 10 Uhr und 15 Uhr gelernt und gemalt haben. 

„Ich beglückwünsche euch zu diesen tollen Arbeiten“, äußerte Stadträtin Daniela Birkenfeld anerkennend, „manche Bilder erzählen sogar kleine Geschichten.“ Sie besuchte den Workshop im Rahmen des Ferienkarussells der Stadt Frankfurt, das in einer Broschüre jedes Jahr zahlreiche Angebote für Kinder und Jugendliche auflistet. „Das Ferienkarussell bietet viele Möglichkeiten, um mit Geleichgesinnten kreativ zu sein“, erklärte Birkenfeld. Familienausflüge, 34 Bildungswochen und 23 Ferienfreizeiten gehören in diesem Jahr dazu.

Die 13-jährige Emily, die das Kursangebot in der Broschüre gefunden hatte, zeichnet seit drei Jahren Mangas. „Der Workshop bietet die Möglichkeit, etwas von einem Profi zu lernen. Das finde ich gut“, sagte sie und fügte hinzu: „Es wird nicht nur erklärt, sondern auch vorgemacht“. Ihre Begeisterung für Manga-Figuren ist ungebrochen, am liebsten mag sie Uta aus Tokyo Ghoul und hat sich viel vorgenommen; mit einer selbst erarbeiteten Rüstung will sie an Cosplay-Treffen teilnehmen.

Teilnehmer waren motiviert und gut vorbereitet

Colin Schwanengel, Leiterin des Kurses, ist ebenfalls begeistert und bemerkte: „Alle waren gut vorbereitet und haben super mitgemacht. Manchmal konnte den Mädchen die Mittagspause gar nicht schnell genug vorüber gehen, schon saßen sie wieder an ihren Zeichnungen.“ Der Workshop war gut strukturiert; am ersten Tag ging es um Grundlagen für Gesichter, um den Ausdruck von Emotionen – neutral, fröhlich, traurig, wütend. Daraus ergab sich auch das Charakterdesign. Später beschäftigten sich die Mädchen mit dem Zeichnen des Körpers, mit der Anatomie und mit Bewegungen. „Ich bin richtig stolz auf die Mädels, es ist beachtlich, was sie aufs Papier gebracht haben“, sagte Schwanengel.

Seit rund zehn Jahren kooperiert die Profi-Zeichnerin mit Mafalda und informierte darüber hinaus: „In Offenbach gibt es die erste Manga-Zeichenschule Deutschlands.“ Barbara Weichler, langjährige Leiterin von Mafalda und seit Herbst 2015 Mitgeschäftsführerin des Vereins Junularo, Träger unter anderen von Mafalda, staunte ebenfalls über die Ergebnisse des Workshops. „Das Mädchenkulturzentrum Mafalda ist seit 1995 ein Anlaufpunkt für Mädchen ab elf Jahren. Es ist ein guter Ort, weil sie hier ungestört und unter sich sein können“, unterstrich Dezernentin Daniela Birkenfeld. In den Sommerferien geht es bei Mafalda in der Gaußstraße übrigens unter dem Motto „Let’s dance“ um Hip-Hop.

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