Eine friedliche Welt und ein langes Leben für die Omi Neue Ausstellung im Frankfurter Kinderbüro zu sehen

Madeleine Michaelis vor dem Bild „Wir Kinder in Frankfurt“ in der Ausstellung Kinder-Art. Foto: Faure

Nordend (jf) – Im Artikel zwei der UN-Kinderrechtskonvention geht es um die Achtung der Kinderrechte und den Schutz vor Diskriminierung. „Es ist ganz erstaunlich, wie die Ein- bis Vierzehnjährigen das Thema umgesetzt haben“, sagte Madeleine Michaelis vom Kinderbüro. Seit 2010 betreut sie das Projekt – in dem Jahr vermittelte die Messe Frankfurt erstmals Spenden der Messe Creativworld an das Kinderbüro. Inzwischen hat das Kinderbüro einen festen Stand auf der Messe, dort können Aussteller alles abgeben, was sie nicht wieder mit nach Hause nehmen möchten.

So kommen jedes Jahr Farben, Papiere, weitere Utensilien des Mal- und Zeichenbedarfs, Bastelkästen, Stoffe und Knete zusammen. „Das Naxos-Atelier unterstützt uns ebenfalls und hilft beim Transport von der Messe in unser Lager. Kindereinrichtungen können sich dann nach Anmeldung ihre Sachen abholen“, erklärte Michaelis. In den Einrichtungen entstehen dann selbst kleine kreative Welten. Im Mittelpunkt der neuen Ausstellung stand eben der Artikel 2 der Kinderrechte. „Wir haben 38 Kunstwerke bekommen, darunter zwölf Objekte. Über 120 Kinder beteiligten sich“, erläuterte Michaelis. Nicht nur Bilder und Skulpturen wurden eingereicht, es gibt sogar kleine Fotodokumentationen und Stellungnahmen dazu.

Die Welt, Hände und Puppen spielen große Rolle 

„Die Welt, Hände und Puppen spielen in diesem Jahr eine große Rolle“, sagte die Projektleiterin auf dem Rundgang durch Flure und Räume des Kinderbüros in der Schleiermacherstraße. Gleich am Eingang links hängt eine Luftballon-Weltkugel auf grünem Grund, ringsum sind kleine Puppen aus Knete angeordnet, miteinander durch Fäden verbunden. „Jeder ist wichtig!“, steht unter der Weltkugel. Zu jeder Figur gibt es außerdem auf einem Zettel eine Aussage darüber, wo dieses Knete-Püppchen zuhause ist und was es besonders mag. Ein ähnliches Objekt hängt im Treppenhaus; viele bunte Püppchen aus Filz und Stoff bilden eine Kette und schützen die Welt in ihrer Mitte. Alina, Ivana, Lilian, Leticia, Yurika und Soujiro haben ihre eigenen Wünsche und ihre Wünsche für die Welt in einer Collage festgehalten. „Ich wünsche mir einen Hund ... und dass meine Oma ganz lange lebt. Für die Welt wünsche ich mir, dass alle Kinder nette Eltern haben ...“, schrieb Ivana dazu.

Kindergruppen können nach vorheriger Anmeldung die Ausstellung besuchen. Neu ist, dass sich Geschäfte und Privatleute die Kunstwerke ausleihen und damit eine Wand schmücken können. „Wir wollen so weitere Kontakte zur Stadtgesellschaft knüpfen, über die Arbeit des Kinderbüros und natürlich auch über die Kinderrechte informieren“, erläuterte Michaelis. Im Flur der ersten Etage hängt das Bild „Wir Kinder in Frankfurt“, eine Gemeinschaftsarbeit von acht Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und zwölf Jahren. Deutlich ist die Skyline zu erkennen, ringsum sind verschiedenfarbige Kinderhände zu sehen. Vielleicht erkunden die Hände die Stadt. Und beschützen sie auch.

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