Neujahrsempfang im Gemeindesaal von Sankt Bernhard

Ortsbeirat Nordend ehrt Frauenverein und Netzwerker

Ankin Akyüz, Karin Guder, Sofie Luckhardt und Lucas Kottmeier freuen sich über die Auszeichnung, Urkunden und Blumensträuße. Foto: Faure

Nordend (jf) – Erstmals war der Ortsbeirat drei (Nordend) zum Neujahrsempfang im Gemeindesaal des Kirchorts Sankt Bernhard zu Gast. Ortsvorsteherin Karin Guder begrüßte die Gäste, darunter auch die neuen Ortsbeiratsmitglieder.

Jürgen Rottloff, seit 17 Jahren Gemeindereferent in Sankt Bernhard, verwies auf die Entwicklung des Kirchorts, der seit 2015 zur Katholischen Dompfarrei Sankt Bartholomäus gehört. 2017 konnte Sankt Bernhard das 110-jährige Bestehen der Gemeinde begehen. Eine Kindertagesstätte mit insgesamt 140 Plätzen gehört dazu, das Projekt Hilfe-Netz des Caritasverbandes hat im Gebäude in der Eisernen Hand seinen Sitz und verknüpft Arbeitsuchende mit Hilfesuchenden. „Wir konnten 2017 rund 4500 Stunden Hilfe vermitteln und leisten und suchen weitere Helfer“, erklärte Rottloff.

Er äußerte zudem Freude über die 2017 erfolgte Benennung und Weihe des kleinen Platzes vor dem Gemeindezentrum nach Maria Ward, die Ordensschwester (1585 bis 1645) setzte sich für die Bildung von Mädchen und Frauen ein. Bis zum Zweiten Weltkrieg stand an der Stelle des heutigen Maria-Ward-Platzes eine Schule, an der Mädchen über die Grundschule hinaus unterrichtet wurden. Im Grußwort des Magistrats sprach Umweltdezernentin Rosemarie Heilig von „gegenwärtig schwierigen Zeiten für das Land und die Stadt“.

Verbaler Spaziergang durch das Nordend

Sie lobte den Ortsbeirat drei als lebendiges Gremium. Im vergangenen Jahr wurde viel über das Innovationsquartier diskutiert und „hart gerungen“. Heilig versprach: „Ich werde den Grüngürtel und die Grünflächen in Frankfurt weiter verteidigen.“ Ihr Ziel sei eine enkelgerechte Stadt. Sie forderte im Nordend, in dem Arme und Reiche gleichermaßen wohnen, einen stärkeren Zusammenhalt.

Karin Guder lud verbal zu einem Spaziergang durch das Nordend ein. Start war am Günthersburgpark – da kam man schnell auf das Innovationsviertel. Guder erwähnte den Architektenwettbewerb für dieses Quartier, das sei nicht bei jedem neuen Wohngebiet üblich. Der Siegerentwurf enthalte neben Wohnungen für 1000 Menschen auch Grünflächen. „Für das Viertel brauchen wir eine gute Mischung“, sagte Guder und forderte weiterhin Transparenz bei der Bebauung. Im Nordend gäbe es schon lange den Wunsch nach einem Stadtteilzentrum. Das soll nun im Gebäude des ehemaligen Merianbades, heute Café, eingerichtet und im Sommer 2018 eröffnet werden.

Der Bunker am Glauburgplatz, ehemals Sitz des Explora-Museums, sei verkauft. Auch dort wünsche man sich eine Möglichkeit für kulturelle Nutzung, ein entsprechender Antrag wurde an den Magistrat gestellt. An der Adickesallee eröffnete vor drei Monaten die Frankfurt School of Finance & Management. Das hat eine noch angespanntere Parksituation im Holzhausenviertel zur Folge. Hier will man vor allem Parkmöglichkeiten für Bewohner einrichten. Das Bürgerhospital wurde erweitert, das Marienkrankenhaus wird ab Februar abgerissen, auf dem Gelände entstehen Wohnungen – „leider nicht so viele Sozialwohnungen, wie ich mir gerne gewünscht hätte“, kritisierte Guder.

Stadtteilpreis ging an zwei Initiativen

Der mit insgesamt 600 Euro dotierte Stadtteilpreis wurde zu gleichen Teilen an zwei Initiativen vergeben, an den Armenischen Frauenverein 2015 und an das Projekt „dasda.hinter“ der Stadtteilbotschafter 2015/16 im Nordend Sofie Luckhardt und Lucas Kottmeier, die nicht nur 2016 zahlreiche Kulturveranstaltungen im Viertel auf die Beine stellten, sondern darüber hinaus ein etwa zehnköpfiges Netzwerk schufen, das inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinausreicht. Einmal wöchentlich treffen sich die Engagierten, um über weitere kulturelle Möglichkeiten zu reden.

Der Armenische Frauenverein 2015 – die Jahreszahl erinnert an den 100. Jahrestag des Genozids – wurde 2016 eingetragen, Vorsitzende ist Ankin Akyüz. Die Frauen treffen sich, um sich auszutauschen und gegenseitig zu helfen. „Vielleicht könnten ja künftig auch Beziehungen zu anderen Frauengruppen aufgebaut werden“, äußerte Karin Guder.

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