Nachbarschaftszentrum Ostend möchte Generationen zusammenbringen

Paten-Großeltern gesucht

Elke Spichalski (links) und Barbara Conrad-Langner suchen Paten-Großeltern. Foto: Faure

Ostend (jf) – Seit 1. Januar 2017 ist das Nachbarschaftszentrum Ostend (NBZ) als Mehrgenerationenhaus anerkannt. „Die daraus resultierenden Fördergelder möchten wir gerne auch für ein neues Projekt verwenden“, erklärt Barbara Conrad-Langner, Leiterin des NBZ.

Es gibt bereits an jedem zweiten Samstag im Monat ein Repair-Café, das gerne genutzt wird. Seit 2015 existiert das „Café One World“ für Geflüchtete. Gemeinsam mit Elke Spichalski will Barbara Conrad-Langner nach dem Motto „Alle Generationen unter einem Dach“ die Initiative Paten-Großeltern auf den Weg bringen. „Wer älter ist, Zeit und einen guten Draht zu Kindern hat, ist herzlich willkommen“, sagt Spichalski. „Wir wollen so Familien ohne familiäre Bezüge zusammenzubringen“, erläutert Conrad-Langner. Junge Familien, deren Eltern vielleicht weit weg wohnen, und ältere Menschen, deren Kinder und Enkel nicht in der Nähe leben, sollen zueinander finden. „Das kann beide Seiten bereichern“, weiß die Leiterin. Es geht nicht darum, auf diese Weise Babysitter zu finden oder einen Kita-Ersatz zu schaffen. „Vielleicht lesen die Paten-Omas und -Opas aber gerne vor oder begleiten die Kinder zum Training in den Fußballverein oder zur Musikschule. Oder backen und kochen gemeinsam“, erklärt Spichalski. Die Kinder im Alter bis zu zehn oder elf Jahren und ihre Eltern sollen mit den Paten eine Beziehung aufbauen. „Natürlich sehen wir uns beide Seiten an. Wir haben einen Fragebogen für die Paten-Großeltern erarbeitet, möchten wissen, was ihnen wichtig ist, wo ihre Stärken liegen, welche Erfahrungen sie einbringen können. Ein Führungszeugnis ist erforderlich. Beide, Eltern und Paten-Großeltern, begegnen einander dann erstmals an einem neutralen Ort, vielleicht in unserem NBZ“, informiert Conrad-Langner. „Ideal wäre es, wenn eine gegenseitige Beziehung aufgebaut wird. Die Paten-Oma liest vor, die Paten-Familie hilft ihr dagegen bei größeren Einkäufen.“ Als Ehrenamtliche sind die Paten-Großeltern übrigens über das NBZ versichert. Gute Erfahrungen im Projekt Paten-Großeltern gibt es bereits beim Sozialdienst katholischer Frauen im Monikahaus im Gallus.

„Wir wollen uns mit Interessierten gerne am Dienstag, 20. Juni, um 18 Uhr im Treff-Café im NBZ in der Waldschmidtstraße 39 zusammensetzen. Wer Lust hat, eine Paten-Oma oder ein Paten-Opa zu werden, ist herzlich eingeladen“, sagt Barbara Conrad-Langner.

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