Turngemeinde Bornheim präsentiert sich vielseitig

Prominente Gäste zum Tag der offenen Tür

Peter Völker, Motsi Mabuse und Daniel Fischer beim Tag der offenen Tür der TG Bornheim. Foto: Faure

Bornheim (jf) – Da war sie – Motsi Mabuse. In der großen Halle der Turngemeinde Bornheim im Sportcenter in der Inheidener Straße hatten viele auf die mehrfach ausgezeichnete Tänzerin und Teilnehmerin sowie Jurorin der TV-Show „Let’s Dance“ gewartet. Nun gab sie einen kurzen praktischen Einblick in die Welt des Tanzes. Jeder durfte mitmachen, das kam gut an.

Seit September leitet Mabuse mit ihrem Mann Evgenij Voznyuk eine eigene Tanzschule in Eschborn und hat sich damit einen Traum erfüllt. „Manchmal rufen die Leute an, ich melde mich mit meinem Namen, und sie legen erschrocken auf“, sagte sie lachend im Interview mit Daniel Fischer, Hit Radio FFH, und Peter Völker, Erster Vorsitzende der Turngemeinde Bornheim (TGB). Das Team ist für sie extrem wichtig – genauso sieht das Völker. „Ich bin geflasht“, gesteht sie nach der kurzen Führung durch die Räume der drei ineinander übergehenden Sportcenter. „Vielleicht können wir ja etwas zusammen auf die Beine stellen“, schlug die Profitänzerin vor und erhielt Beifall vom Publikum.

Tanzen macht Spaß, doch auch als Hobby sei es eine anstrengende Sportart, beantwortete Mabuse eine Frage von Fischer. Erst mit elf Jahren habe die in Südafrika Aufgewachsene mit dem Tanzen begonnen. „Das ist eigentlich ziemlich spät, aber ich habe dann eben doppelt so viel trainiert“, erklärte die seit 1999 in Deutschland lebende Tänzerin. Als Leistungssportlerin hatte sie einen straffen Tageablauf einzuhalten, der mit Fitness am Morgen über bis zu acht Trainingsstunden und noch einmal Fitness zum Abschluss gefüllt war.

Mabuse hat viele Fans bei der Turngemeinde

Vier Jahre war Mabuse auf der Suche nach einem guten Platz für ihre Tanzschule, fand ihn schließlich in Eschborn. Sie leitet die Schule nicht nur, sondern gibt – wie ihr Mann auch –Kurse. „Man braucht viel Geduld, aber es ist der Wahnsinn, dann die Ergebnisse zu sehen“, erklärte Mabuse. Profitänzer bildet sie ebenfalls aus, warnte aber: „Tanzen als Beruf ist schwierig.“ Jungen vom Tanzen zu überzeugen, sei problematisch, „die Mädchen aber drehen durch“, verriet die mehrfache deutsche Meisterin. Der Andrang zur Signierstunde bewies: Mabuse hat auch bei der TGB viele Fans.

Zweiter Höhepunkt des Tages der offenen Tür war der Auftritt von Elsa (Lorena Wehmeyer) und Anna (Denise Poeck) vom Frozensquad. Ehrenamtlich treten sie in den Kostümen der „Eiskönigin“ auf und begeistern vor allem die Kinder, die sich ebenfalls verkleidet hatten und dazu passend schminken lassen konnten.

Gesprächsrunde mit Eishockey-Spieler Tim Schüle

Zur letzten Talkrunde des Tages war Tim Schüle, Verteidiger bei den Eishockey-Löwen Frankfurt, zu Gast. FFH-Moderatorin Evren Gezer interviewte ihn nach einem kurzen Video, das bei einem Spiel die Atmosphäre in der Eissporthalle zeigte: „Bekommt man als Spieler eigentlich mit, was da unter den Zuschauern abgeht?“ „Die Stimmung bekommt man schon mit, einzelne Aktionen aber nicht. Dafür ist man zu konzentriert“, antwortete Schüle. Mit neun Jahren, also relativ spät, war Schüle zu diesem Sport gekommen. Ihn reizen „Emotionen, Härte und Schnelligkeit“ am Eishockey. „Ist Eishockey nicht ein sehr harter Sport?“, wollte Gezer wissen. „Handball ist brutaler, da gibt es keine Schutzkleidung“, antwortete Schüle. „Zwischen den Löwen und der TGB gibt es seit Jahren viele Verbindungen“, sagte Peter Völker. Im Sommer nutzt der Verein die Tennisplätze an der Eissporthalle, im Winter jeden Dienstag und Mittwoch das Eis.

Alle, die an diesem Tag zum ersten Mal in den Sportcentern waren, staunten über die tollen Gyms und die vielen Angebote. Freundliche TGB-Mitarbeiter und -Ehrenamtliche erläuterten die Möglichkeiten, gaben Auskunft über Preise, Kurse, Anmeldung und Kinderbetreuung.