Beeindruckender Abschluss: Alles in Klang und Farbe Sascha Wild beendet Projekt an der Helmholtzschule mit Konzert

Sascha Wild (am Pult) leitet die Aufführung der Schulhymne. Foto: Faure

Ostend (jf) – Sascha Wild und Dirk Huelstrunk richten in der Aula der Helmholtzschule die Technik ein, werden dabei von Musiklehrer und Orchesterleiter Christoph Heyd unterstützt. Auf der Bühne befinden sich schon viele Instrumente: zwei dicke Kesselpauken, zwei Schlagzeuge, ein Keyboard. Vor der Bühne sind Drip-Bilder des Kunstkurses in einer kleinen Galerie zu sehen, die an Jackson Pollock erinnern – der Bezug ist gewollt. 

Ein Schuljahr lang arbeitete der Soundartist Sascha Wild als Schulkünstler mit insgesamt fast 100 Kindern und Jugendlichen der Bläserklasse, der 9d, der E-Phase, der Big Band und der Jazz-Rock-Gruppe zusammen. Die verschiedenen Projekte fanden in einzelnen Phasen sowohl im Unterricht als auch außerhalb statt. „Ich habe bestehende Strukturen genutzt und erweitert, bin auf große Offenheit und großes Interesse bei Schülern und Lehrern gestoßen. Das hat mich beeindruckt, und wir wollten von Anfang an so viele wie möglich einbeziehen“, stellt Wild fest. Für ihn ist es das zweite Schulkünstlerprojekt, für die Helmholtzschule das dritte – unterstützt wird es auch in diesem Schuljahr von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse und von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Das Projekt umfasste viele Bereiche. Im Biologieunterricht wurde über den Hörsinn gesprochen, im Musikunterricht wurden mit Handys Klänge im Schulhaus aufgenommen, lernten die Schüler vorher etwas über den Aufbau einer Fuge, die im Barock bei Händel und Bach ihren Höhepunkt erreichte.

Weg der künstlerischen Entwicklung unterstützen

Aus dem Kollegium wirkten neben Christoph Heyd die Pädagogen Tina Baumung, Heide Schimmelschmidt, Melitta Luta und Andrea Kramer mit. Schulleiter Gerrit Ulmke begrüßt die zahlreichen Gäste zum Abschlusskonzert – und stellt Dominikus Landwehr vor, der auf Sascha Wild im neuen Schulkünstlerprojekt folgen wird. „Das Projekt mit Sascha Wild hatte enorm viele Teilnehmer. Das ist etwas Besonderes. Eigentlich ist die Arbeit eines Schulkünstlers unbezahlbar, das große Engagement aller Beteiligten, ihr Zusammenwirken macht den Erfolg aus. Und wir freuen uns, diesen Weg der künstlerischen Entwicklung von Jugendlichen unterstützen zu können“, äußert Ottilie Wenzler, Mitgeschäftsführerin der Stiftung der Frankfurter Sparkasse.

Das Konzert beginnt mit dem Auftritt des Jazz-Rock-Ensembles „Blue Notes“ und dem Michael-Jackson-Titel „Billy Jean“, an einem von zwei Schlagzeugen spielt Sascha Wild mit. „Vor fast genau 21 Jahren habe ich an der Helmholtzschule mein Abitur gemacht“, beginnt Sascha Wild seine kleine Ansprache. Es sei für ihn eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte gewesen, ein Heimspiel. Gestern, einen Tag vor dem Konzert, habe er seinen Freund Dirk Huelstrunk angerufen und gefragt, ob der nicht einen Part bei der Abschlussaufführung übernehmen könne. Später steht der Lautpoet Huelstrunk mit Wild auf der Bühne. Doch zunächst erklären Schüler der E-Phase, wie die Drip-Paintings entstanden sind: Sascha Wilds Musik erinnerte sie einmal an traurigen Regen, ein andermal führten harmonische Klänge zu harmonischen, hellen Farben.

Imposante Aufführung

„Die Klasse 9d und ich sind Freunde geworden, wir haben uns relativ oft gesehen und viele verschiedene Sachen ausprobiert. Die Jugendlichen haben Gedichte im Stil von Dada und Ernst Jandl geschrieben, Schulklänge gestaltet.“ Eine Kostprobe dieser Lautpoesie liefern Wild und Huelstrunk. Die Uraufführung der Schulhymne Ha-Ha-Es (Helm-holtz-schule) mit der Big Band II und Klangcollagen der 9d bildet den Abschluss und Höhepunkt. Etwa 20 junge Musiker stehen auf der Bühne. Beeindruckend.

„Meinem Nachfolger Dominikus Landwehr wünsche ich für sein Projekt ‚Mauergestaltung im Außenbereich der Schule’ ein genauso freundliches, produktives Umfeld, das man sich schöner nicht vorstellen kann“, sagt Sascha Wild am Ende der imposanten Aufführung.

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