Jüngste Kelterer haben bestes "Stöffche" Seckbacher Apfelweincontest kommt gut an

Freude der Sieger: Patrick und Vincent Spohner kelterten den besten Apfelwein. Foto: Faure

Seckbach (jf) – Mit so vielen Testern hatte das Team um Roman Rütten am Samstagnachmittag nicht gerechnet: Über 200 Apfelweinliebhaber wollten das „Stöffche“ von 13 privaten Kelterern kosten.

Für fünf Euro Eintritt bekam jeder Besucher in der Turnhalle des TV Seckbach ein Geripptes und einen Beutel mit Unterlegscheiben; am Ende zählte das Gewicht in den bereitgestellten, verschlossenen und mit einem Schlitz versehenen Dosen. „Roman, die Zwei ist alle!“ „Roman, die Drei muss aufgefüllt werden!“ „Roman, wir brauchen bei der Zwölf Nachschub!“ Der Organisator hatte alle Hände voll zu tun. Und dann musste er auch noch königliche Hoheiten empfangen: Bundesäppelwoikönig Andy I. und die 63. Bundesäppelwoikönigin Betsy I. waren in vollem Ornat zum ersten Seckbacher Wettbewerb gekommen.

„Wir sind zu sechst bei der ‚Seckbacher Pressung’, haben den Vergleich ins Leben gerufen“, erklärte Roman Rütten. „Mit dem heutigen Tag haben wir den Äppler nach Seckbach geholt.“ 2015 beteiligte sich die „Seckbacher Pressung“ – das sind Roman, Kalle, Heinz, Jes, André und Jörg – bei einem Wettbewerb in Oberrad. Da wurde die Idee für einen eigenen Test im Stadtteil geboren. „Michael Koch aus Oberrad hat uns dabei unterstützt“, bemerkte Rütten. Mitgeholfen haben auch die Freiwillige Feuerwehr, die Interessengemeinschaft der Seckbacher Vereine und die Bürgervereinigung Seckbach. Eine große Apfelspende kam von Margit Preuster.

Jeder der 13 Teilnehmer musste mindestens zehn Liter des selbst Gekelterten zur Verfügung stellen. „Wir sind im durstigen Dorf“, lachte Rütten. Besucherin Kristina Schott urteilte: „Es sind sehr unterschiedliche Apfelweine. Und schließlich ist es Geschmackssache, ob man den fruchtigen oder den herben lieber mag.“

Im nächsten Jahr geht’s weiter

Neben der Wertung mit den Unterlegscheiben gab es auch die Möglichkeit, Zettel mit entsprechenden Bemerkungen auszufüllen. Natürlich wurden alle Weine anonym verkostet. Erst zum Ende des Vergleichs wurden die Namen auf der Bühne veröffentlicht.

Bratwurst und diverse Arten Handkäs’ gab es gegen den kleinen Hunger, Alkoholfreies für die Kinder natürlich auch. Für Musik sorgten zwei DJs, für Unterhaltung in Mundart der Schorsche aus Seckbach. Kinderschminken und ein Flohmarkt im Hof der Turnhalle komplettierten das Fest.

Endlich war es soweit: Die Rechtsanwälte Sabine und Marc Zimmerling prüften mit einer digitalen Waage das Gewicht der Dosen. Spannend – zwischen 510 und 2649 Gramm unterschieden sich die Inhalte.

Große Freude über den Sieg

Am Ende stand fest: Der 19-jährige Vincent und sein 26-jähriger Bruder Patrick Spohner hatten nach dem Geschmack der Besucher das beste „Stöffche“ gekeltert. Glückwunsch den jüngsten Apfelweinspezialisten! Die beiden freuten sich sehr über den Sieg. Und klar ist jetzt schon: Nächstes Jahr wird es in Seckbach den zweiten Vergleich geben.

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