Oberräder macht den besten Apfelwein

Seckbacher Pressung veranstaltet Kelter-Contest

Micheal Koch (Mitte) präsentiert seinen Sieger-Teller. Aber auch die anderen Selbstkelterer freuen sich, beim Contest dabei gewesen zu sein, und zeigen stolz ihre Teilnahmeurkunden. Foto: Sara Flora/p

Seckbach (red) – Ska und Reggae-Klassiker aus den 60er Jahren dröhnten aus den Boxen als DJ Gensmantel beim dritten Ebbelwein-Contest der Selbstkelterer der Gruppe Seckbacher Pressung auflegte.

Während er die rund 250 Gäste beim Vereinsheim der FG Seckbach musikalisch unterhielt, testeten sie die Apfelweine der 15 Kelterer aus Seckbach, Eckenheim, Bergen, Oberrad und Bad Homburg. Das Prinzip: Jeder Besucher erhält an der Kasse 17 Unterlegscheibchen, die er je nach Geschmack den einzelnen Proben zuordnet. Bei jeder Probe steht eine Blechdose, in die die Scheibchen eingeworfen werden können. Die schwerste Dose gewinnt.

Die Seckbacher Pressung ist eine freie Gruppe bestehend aus neun Mitgliedern und möchte bewusst keinen Verein gründen. „Ziel ist es jüngere Menschen wieder auf den richtigen Pfad des Abbelweins zu bringen. Und das geht nur ohne Konventionen und Vereinsbarrieren“, ist sich Roman Rütten, Sprecher der Seckbacher Pressung, sicher. Gegründet hat sich die Gruppe 2012. „Unser erster Abbelwein waren 30 Liter, die wir mit Haushaltsentsaftern gekeltert haben“, sagt Rütten. Die Maische wurde dann in einem Bettlaken ausgewrungen „bis die Köpfe hochrot waren“. Ein Jahr später kamen die Presse und ein handbetriebener Obstzerkleinerer dazu. 380 Liter konnten dann selbst gekeltert werden.

Abbelweinkultur zurück in den Stadtteil bringen

„Die Idee hinter unserem Verein ist es, die Abbelweinkultur wieder nach Seckbach zu bringen. Und das versuchen die Mitglieder der Gruppe mit dem jährlichen Ebbelwein-Contest. Am Ende des diesjährigen Wettbewerbs wurden die Blechdosen der Teilnehmer eine nach der anderen gewogen. Die Seckbacher Pressung wurde Letzter: „Das macht aber nichts, unser Motto ist: Dabei sein ist alles“, zeigt sich Roman Rütten als fairer Verlierer.

Freuen durfte sich hingegen Michael Koch aus Oberrad: Mit überzeugenden 800 Gramm an Unterlegscheiben entschied er den Wettbewerb für sich und wurde zum Sieger gekürt. Den zweiten Platz belegte Bernd Neumann, ihm folgte Jürgen Ochs. „Es war eine fantastische Frühlings-Party mit extrem toller Musik, guter Laune und jeder Menge glücklichen Teilnehmern“, resümiert Roman Rütten und freut sich schon auf den Contest im kommenden Jahr.

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