Junges traut sich aus dem Beutel

Seltener Känguru-Nachwuchs im Frankfurter Zoo

Das Junge steckt den Kopf aus dem Beutel. Foto: Frankfurter Zoo/ p

Ostend (red) – Die Freude ist groß: Mitte Mai brachte das fünfjährige Goodfellow-Baumkänguru Jaya-May ein Jungtier zur Welt –als Winzling von nur wenigen Zentimetern. Jetzt, fast sechs Monate später, hat sich das Kleine sehr gut entwickelt und wird immer aktiver. Häufig schaut es aus Mutters Beutel und beginnt, seine Umgebung zu erkunden.

„Alles sieht sehr gut aus. Jaya-May kümmert sich hervorragend um ihren Nachwuchs. Wir hoffen, dass dieses Mal alles gut geht, denn ihr letztes Jungtier starb kurz nachdem es den Beutel verlassen hatte. Das war angesichts der großen Seltenheit der Tiere ein großer Verlust“, sagte Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch. Jaya-May kam im September 2015 aus Rostock nach Frankfurt. Baumkängurus sind Einzelgänger, die nur zur Paarung zusammenkommen. Vom zehnjährigen Samarai, der seit 2012 im Frankfurter Zoo lebt, wird das Weibchen daher getrennt gehalten, solange sie nicht in einer fruchtbaren Phase ist.

Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, freut sich insbesondere darüber, dass Frankfurt hier einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung leistet: „Momentan ist der Frankfurter Zoo der einzige Zoo in Deutschland und einer der wenigen Zoos in Europa, dem die Zucht der bedrohten Goodfellow-Baumkängurus gelingt. Es zeigt uns, wie weitreichend die Aufgaben wissenschaftlich geführter Zoos sind – sie gehen deutlich über Tierpräsentation und Wissensvermittlung hinaus.“ Wegen ihrer zurückgezogenen Lebensweise in den Baumwipfeln der Regenwälder Papua-Neuguineas ist bisher nur wenig über Goodfellow-Baumkängurus bekannt.

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