Jahreshauptversammlung der Turngemeinde Bornheim TGB erhöht seine Mitgliedsbeiträge

Horst Westenberger (links) wurde für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt – hier im Gespräch mit Peter Völker. Foto: Faure

Bornheim (jf) – An vorösterlich geschmückten Tischen hatten 200 Vereinsmitglieder in der Halle der Turngemeinde Bornheim (TGB) in der Berger Straße 294 zur Jahreshauptversammlung Platz genommen. Vorsitzender Peter Völker begrüßte die Mitglieder und dankte für Aufbau und Technik.

67 Mitglieder gehören dem Verein seit 25, 30, 35, 40, 45, 50, 65 und sogar 70 Jahren an, einige von ihnen waren anwesend und wurden geehrt. Auch Peter Völker ist seit 35 Jahren im Verein; er erhielt ein T-Shirt mit den Unterschriften aller Mitarbeiter. „Ich lache nicht jeden Tag im Ehrenamt“, bedankte sich Völker, „bin aber heute noch meinem Schwiegervater Franz Steul jr. dankbar, dass er mich überredete, zum Verein zu kommen. Als ich 1981 der TGB beitrat, wurde mir oft gesagt: ‚Du spinnst!’, wenn ich mit neuen Ideen kam. Das Wichtigste des Vereins ist aber nicht der Vorstand, sondern dass sich die Menschen bei uns wohl fühlen.“

Vorstandskollegin Petra Römer, selbst seit 45 Jahren Vereinsmitglied, entgegnete: „Peter Völker verkörpert die TGB wie kein anderer. Wie wir heute dastehen, ist sein Lebenswerk. Er kann Menschen begeistern, und er kann auch mal auf den Tisch hauen.“

Mehr Übungsleiter

Nach den Ehrungen der Jubilare berichteten 18 von über 40 Gruppen und Abteilungen. Marianne Friedrich, Akkordeon-Orchester, betonte den Ideenreichtum und die Kreativität der Instrumentalisten. Bernd Vieth, Arnis, sprach über die Reise auf die Philippinen und die inspirierende Begegnung mit einem Großmeister. Neu wird ein Eltern-Kind-Arnis angeboten. „Gut, dass wir viele Trainingszeiten haben“, unterstrich Wolf Kunik, Basketball. Jetzt gibt es sieben statt fünf Übungsleiter.

Maximilian Caruso, Capoeira, erzählte, dass 116 Gurte im Jahr 2015 vergeben werden konnten. Bei Hapkido, berichtete Christoph Müller, haben neun Mitglieder einen schwarzen Gurt.

„Seit diesem Jahr ist die Anlage Maindrive ausschließlich TGB-Mitgliedern vorbehalten“, gab Roland Bader, Golf, bekannt. „Unsere Mitglieder sind froh, dass es die Abteilung Herzsport gibt. Vielleicht können wir auch einen Kurs für Kopfkranke gründen“, regte Ilka Werner an. Turniererfolge erzielten die Prellballer, die Tennisspieler, die Tischtennisspieler und die Volleyballer.

Schwimmkurse kommen besonders gut an

„Mehr als 4000 Mitglieder nutzen unsere Fitness-Studios, die zu den drei besten in Frankfurt gehören“, berichtete der Sportliche Leiter Boris Zielinski. Erweiterte Öffnungszeiten – teils von 7 bis 22 Uhr – werden gut angenommen.

Besonders erfolgreich sind die Schwimmkurse, mehr als 150 Kinder lernten 2015 Schwimmer, über 250 Schwimmabzeichen wurden abgelegt.

„Wir bieten über 1300 Stunden Sport pro Woche, 2015 haben wir 36 neue Angebote auf die Beine gestellt. Unsere Sportstätten sind 364 Tage geöffnet, 50 neue Übungsleiter sorgen für Qualität in den fast 400 Kursen“, ergänzte Petra Römer.

Peter Völker erstattete den ersten Teil des Vorstandsberichts. „Wir haben 28 Sportstätten, neben den Angeboten gibt es auch 35 Stunden Kinderbetreuung pro Woche. Am 11. März hatte die TGB 29890 Mitglieder. Dabei hat der Verein nur 17 Hauptamtliche.“ Auf die Frage, wie es mit dem Panoramabad weitergehe, erläuterte Völker, dass es eine Vereinbarung mit den Bäderbetrieben gebe. Im Untergeschoss des Sportcenters 3, das Lars Waldeck ausführlich vorstellte, werden für Besucher des Panoramabads 44 Parkplätze zur Verfügung gestellt. Der Vertrag über die Nutzung des Gartenbads Fechenheim wurde bis 2028 mit fünfjähriger Kündigungsfrist verlängert. „Das Panoramabad soll erst dann abgerissen werden, wenn das neue Bad an der Eissporthalle steht“, unterstrich Völker.

Zur vorgeschlagenen Beitragserhöhung lagen zwei Anträge vor; der eine war gegen die Erhöhung, der andere schlug besondere Konditionen für Kinder, Senioren und Schwerbehinderte vor. Völker erklärte ausführlich die Empfehlung des Vorstands, die Beiträge monatlich von neun auf zwölf Euro für Erwachsene, von 20 auf 25 Euro für Familien und von sieben auf neun Euro für Kinder bis zum 18. Lebensjahr und Senioren ab 65 Jahren zu erhöhen, er ging auch detailliert auf die Verwendung der Beiträge ein. In der Diskussion hieß es: „Der Verein soll seine soziale Ader bewahren und die Beiträge nicht erhöhen.“ „Es geht nicht um drei Euro mehr für den Verein, sondern um drei Euro weniger für arme Mitglieder.“ „Ein Verein kostet Geld – deshalb ist die Erhöhung berechtigt und akzeptabel.“ „Für viele Gesundheitskurse zahlen die Teilnehmer gar nichts und müssen nicht einmal Mitglied des Vereins sein – im Gegensatz dazu kosten ärztliche Zusatzleistungen Geld.“ „Die Ehrenamtlichen erhalten nichts – sonst würde der Beitrag bei 25 Euro liegen“. Peter Völker unterstrich: „Jeder, der wirtschaftlich nicht in der Lage ist, den Beitrag zu bezahlen, kann zum Vorstand gehen. Wir finden gemeinsam eine Lösung.“ Mit großer Mehrheit wurde der Empfehlung des Vorstands zugestimmt; der Beitrag wird ab 1. Juli 2015 wie vorgeschlagen erhöht.

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