Tierpfleger stellen Arbeit vor

Zootage im Zeichen der Pinguine

Die Auszubildenden des Zoos demonstrierten mit vielen Beispielen, was sie in ihrem Beruf alles wissen müssen. Hier stapeln sie Strohballen, die als Bodenbelag für Tiergehege verwendet werden, während sie nebenan verschiedene Laubarten zeigen, mit denen sie Anlagen ausstatten oder die sie an Tiere verfüttern. Foto: Wetzel

Ostend (ucw) – Die traditionellen Zootage boten den Besuchern am vergangenen Wochenende interessante Einblicke in den Tierpflegealltag, während die Zooleitung in diesem Jahr den Themenschwerpunkt „Pinguine“ gewählt hatte. 

Wegen des aktuell anstehenden Neubaus der Pinguinanlage war das Klimamobil mit interaktiven Spielen und umfassenden Informationen präsent. Hier verdeutlichte Martina Weiser, Leiterin der pädagogischen Abteilung des Zoos Frankfurt, anschaulich den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der Bedrohung der Lebensräume aller rund 20 Arten von Pinguinen. Dabei beriet sie die Zoogäste über ihre Möglichkeiten, mit ihrem persönlichen Konsumverhalten den von Menschen verursachten Klimaveränderungen entgegenzuwirken. Allein der tägliche sparsame Umgang mit Energie und die verantwortungsvolle Handhabung von Rohstoffen bewirke konkrete Änderung. „Es sind kleine Schritte, die Sie gehen, aber je mehr Menschen diese vielen kleinen Schritte tun, umso mehr erreichen sie gemeinsam.“

Ratespiel rund um den Pinguin

Direkt nebenan am Informationsstand gab Sabine Binger von der Zooabteilung für Öffentlichkeitsarbeit kompetent Auskunft über die neue Pingiunanlage. Auch an diesem Stand drehte sich diesmal alles um die in der südlichen Erdhälfte heimischen flugunfähigen Vögel. Bei einem Ratespiel rund um Humboldtpinguine, die in der neuen Anlage leben sollen, konnten die Besucher interessante Preise gewinnen: die Teilnahme an Tierfütterungen und Filme der beliebten Fernsehserie über den Zoo Frankfurt „Giraffe, Erdmännchen & Co.“. Eine kleine, aussagekräftige Ausstellung, von Zoopraktikanten errichtet, half im Zweifelsfall bei der Beantwortung der Fragen und vermittelte viel Wissenwertes.

Die seit 1994 von den Tierpflegern des Zoos Frankfurt gestalteten Zootage hielten zudem zahlreiche Aktionen für Kinder bereit: Basteln, Schminken, Malen und Entdecken durch anfassen, experimentieren und bewegen faszinierten kleine wie große Zoogäste gleichermaßen. Alle diese Aktivitäten wurden ermöglicht durch viele bewährte Partner wie dem BUND, der hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, dem Zoll mit beschlagnahmten Exponaten sowie einem Artenschutzspürhund, der seine beachtlichen Fähigkeiten bei Schauübungen bewies, und den Giant Panda Friends.

Blick hinter die Kulissen

Weitere Attraktionen waren die Darstellung und Erläuterung von Tiertransporten, praxisnah gezeigte, ausführliche Informationen der Tierpfleger im Nachttierhaus und den anderen Revieren über ihre Arbeit hinter den Kulissen sowie ein Vortrag von Tierpfleger Hans Karer über die Nachzucht bei den Raubkatzen. An einem besonders einfallsreich gestalteten Stand präsentierten die Auszubildenden Beispiele über das, was sie für ihren zukünftigen Beruf lernen: von der Ernährung der verschiedenen Tierarten über Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmale bis hin zu Tierbeschäftigung und zoologischer Systematik. Damit haben die Tierpfleger nicht nur spannende Einsichten in ihren Berufsalltag vermittelt, sondern auch den Zoo Frankfurt äußerst ansprechend repräsentiert.

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