Seit 30 Jahren gibt es das „Dieburger Modell“ zur beruflichen Rehabilitation psychisch Kranker

Lob für herausragendes Projekt

Würdigten das Projekt (v.l.n.r): Jörg Helfmann, Niederlassungsleiter der Volkswagen OTLG, Rosemarie Lück, Sozial- und Jugenddezernentin des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Sylvia Tautz, städtische Wirtschaftsförderung, Frank Haus, Bürgermeister Dieburgs, und Andreas Koch, Bereichsleiter Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie.  Foto: p

Dieburg (st) –  Im Ochsenstad‘l in Langstadt wurde ein Projekt gewürdigt, das maßgeblich zur Entwicklung von Konzepten der beruflichen Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen im Landkreis beigetragen hat.

Im Jahr 1987 entstand das – auch als Dieburger Modell – bezeichnete Konzept, welches zu diesem Zeitpunkt ein Alleinstellungsmerkmal bei der Integration von psychisch erkrankten Menschen in die Arbeitswelt gewesen ist. Das Dieburger Modell diente in der Vergangenheit oftmals als Vorlage für die Einrichtung solcher Außenstellen in anderen Unternehmen. Damals war es die Volkswagen OTLG, die mit dem zu dieser Zeit zuständigen Verein für Behindertenhilfe aus Dieburg das Projekt in die Wege leitete und es bis heute kontinuierlich ausgebaut hat.

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums wurde dazu mit einigen Ehrengästen und der Belegschaft der Volkswagen OTLG das Projekt gelobt. Unter anderem gab es Redebeiträge von Rosemarie Lück, der Sozial- und Jugenddezernentin des Landkreises Darmstadt-Dieburg, und dem Dieburger Bürgermeister Frank Haus. Das Konzept basiert auf einer im Vertriebszentrum Rhein-Main integrierten Außenstelle der heute zuständigen Stiftung der Nieder-Ramstädter Diakonie, was sowohl eine direkte Einbindung als auch eine fachgerechte Betreuung der erkrankten Personen gewährleistet.

Ziel war es damals wie heute, psychisch kranken Menschen in einem „echten“ Betrieb Arbeit anzubieten und es ihnen somit zu ermöglichen, den (Wieder-)Einstieg in einen Arbeitsalltag aufzunehmen zu lassen. Dies ist ein Grundelement für die Eröffnung einer Teilnahme an der gesellschaftlichen Normalität und so sind erkrankten Personen vollumfänglich in die betrieblichen Abläufe und das soziale Umfeld des Vertriebszentrums Rhein Main integriert. Bei der Feierstunde wurde den Verantwortlichen der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie eine Spende übergeben. Jörg Helfmann bedankte sich im Namen der Volkswagen OTLG für die erfolgreiche Zusammenarbeit und übereichte einen Scheck, der den im Vertriebszentrum Rhein-Main beschäftigten Klienten der Nieder-Ramstädter Diakonie zugute kommen wird.

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