Viele Besucher bei Ordination Pfarrerin Kerstin Groß offiziell in Münster eingeführt

Frisch ordiniert (v.l.): Dekan Joachim Meyer, Ingeborg Friebe-Newrly vom Kirchenvorstand, Münsters neue Pfarrerin Kerstin Groß, die befreundete Pfarrerin Margarete Geißler, Pröpstin Karin Held, Lehrpfarrerin Gudrun Goy und Professor Dr. Martin Sallmann. J Foto: p

Münster (tm) - In einer vollen Martinskirche wurde Kerstin Groß ordiniert und als neue Pfarrerin von Münster eingeführt. Die Besucher kamen aus Nah und Fern – schließlich hat die neue Pfarrerin unter anderem sechs Jahre lang in der Schweiz gelebt.

Pröpstin Karin Held meinte, geschliffen zu predigen sei nicht schwer, aber treffende Worte zu finden, die den Menschen nicht nur ins Ohr gingen, sondern ins Herz und in den Sinn, das sei schwer. „Predigen ist Arbeit“, sagte sie und wünschte Kerstin Groß, dass sie eine gute Resonanz finde, die gute Botschaft bedeutsam werden zu lassen und dass ihr die Kraft niemals ausgehe.

Nach der Verpflichtung sprach Dekan Joachim Meyer das Fürbittgebet. Pröpstin Karin Held, Kerstin Groß‘ Lehrpfarrerin Gudrun Goy aus Frankfurt-Griesheim, Professor Dr. Martin Sallmann, Ingeborg Friebe-Newrly vom Kirchenvorstand Münster und die befreundete Pfarrerin Margarete Geißler aus Wendelsheim sprachen die Segensworte.

Sportliche Predigt

Im Anschluss durfte Groß, die währenddessen mit dem Rücken zur Gemeinde gestanden hatte, dieser dann ihr Gesicht zuwenden und alle applaudierten. In ihrer ersten Predigt als ordinierte Pfarrerin wurde es sportlich. Der Apostel Paulus vergleicht das christliche Leben mit einem Wettkampf und fordert von den Korinthern vollen Einsatz. Dass Menschen ihre Kräfte einsetzten, um etwas aus sich zu machen, könne sie gut nachvollziehen, sagte Kerstin Groß, aber sie werde da nachdenklich, wo allein die Leistung im Mittelpunkt stehe. Wichtig seien auch die Momente, in denen der Mensch jenseits des Leistungsprinzips anerkannt werde. Wer zu Gott gehören wolle, könne das nicht halbherzig machen. Was aber bedeutet es, das menschliche Tun am Evangelium zu orientieren? Für sie sei das Doppelgebot der Liebe – die Gottesliebe und den Nächsten lieben wie sich selbst – eine „gute Richtschnur“. Es gehe darum, sich zu besinnen, nachzudenken, über Gott, sich selbst und andere und sich dem Nächsten zuzuwenden und sich mit ihm auszutauschen. Die Gemeinde sei Ort offener Gemeinschaft, ein Ort des Austauschs.

Am Gottesdienst beteiligt waren außerdem der Vorsitzende des Kirchenvorstands, Dr. Jörg Schubert, der Gospelchor unter Leitung von Dekanatskantor Matthias Ernst, Organist Michael Roth und Pfarrer Johannes Opfermann. Nach Grußworten, unter anderem von Münsters Bürgermeister Gerald Frank, Präses Dr. Michael Vollmer, den evangelischen Pfarrern aus den Nachbargemeinden, dem katholischen Pfarrer Bernhard Schüpke, der Schulleiterin der Schule auf der Aue, Sabine Behling, und Pfarrer Ingo Henrich aus Kerstin Groß‘ Heimatgemeinde Cramberg, aus der Gemeindeglieder in einem Kleinbus angereist kamen. Die Kinder des evangelischen Kindergartens Münster begrüßten die neue Pfarrerin mit den Liedern „Hallo, schön, dass Du da bist!“ und „Möge der Segen Gottes mit Dir sein“.

Im Anschluss wurde bei einem Empfang weitergefeiert.

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