Von Lernzeit und „schlauen Füchsen“

Ganztagskonzept greift an der Konrad-Haenisch-Schule

Karina Thierfelder (links) und Katharina Held vom IB koordinieren an der Konrad-Haenisch-Schule in Fechenheim die Ganztagsangebote. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Die Grundschüler der Konrad-Haenisch-Schule haben den Pinsel geschwungen. Im Rahmen der Betreuungsangebote, mit der die Schule ihr Ganztagskonzept umsetzt, wurde unter anderem das Schultor farbenfroh gestaltet. Katharina Held und Karina Thierfelder vom IB koordinieren die Angebote und berichten von ihrer Arbeit.

Seit dem Schuljahr 2015/16 ist die Konrad-Haenisch-Schule Teil des „Pakts für den Nachmittag“. 57 Schulen nehmen an diesem hessenweiten Konzept teil. Noch bis 2018 dauert die Pilotphase des Programms. „Ziel des Pakts ist es, ein verlässliches Betreuungsangebot von 7.30 bis 17 Uhr für unsere Grundschulkinder zu schaffen“, erklärt Katharina Held vom sozialen Träger Internationaler Bund (IB) an der Schule. Ihr obliegt bereits im zweiten Jahr die pädagogische Leitung der Ganztagsangebote an der Haenischschule. An ihrer Seite arbeitet Karina Thierfelder, Helds Stellvertreterin und Koordinatorin der Ganztagsangebote.

Beruf und Familie besser vereinbaren können

Mit dem Ganztagskonzept sollen Eltern die Möglichkeit haben, Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. „Außerdem werden die Kinder im Rahmen der Angebote nicht nur betreut, sondern auch gefördert und gebildet“, betont Held. Im Zuge der Betreuung werden nämlich körperliche und geistige Entwicklungsschritte beobachtet. Im Jahrgang eins dreht sich alles um das Thema „Entspannung“, der zweite Jahrgang befasst sich mit Kreativität, die Drittklässler üben sich in Bewegung und in der vierten Klasse geht es dann um Verselbständigung.

„Die Eltern haben großes Interesse, ihre Kinder bestmöglich zu fördern“, berichtet Held von ihren Erfahrungen. Eine gute Vernetzung mit den Müttern und Vätern hat bei den beiden Leiterinnen ebenfalls einen hohen Stellenwert. Ein Programm, das ideal zu dieser Vernetzung beiträgt, ist die so genannte Lernzeit – das Herzstück des Programms an der Konrad-Haenisch-Schule. „Die Lernzeit ersetzt die Hausaufgaben, das bedeutet, die Hausaufgaben werden in den Stundenplan integriert“, erklärt Held. Dies hat mehrere Vorteile: Zum einen können die Kinder individuell durch die Pädagogen gefördert werden, außerdem werde so gewährleistet, dass die Kinder die Hausaufgaben auch wirklich selbst machen. Des Weiteren lernen die Schüler dabei, sich selbst zu organisieren.

Ein gut eingespieltes, multikulturelles Team

Für die Betreuungsangebote ist ein gut eingespieltes Team von Pädagogen und Erziehern zuständig. „Viele unserer Kinder haben einen Migrationshintergrund. Da ist es schön, ein multikulturelles Team zu haben“, sagt Held. Die Betreuungsangebote sind kostenpflichtig. „Die Beträge sind nach dem Bruttojahreseinkommen der Eltern gestaffelt“, erläutert Held.

Ab Januar gibt es neue Förderangebote für die „Betreuungskinder“ wie Kreativwerkstatt, Zirkus AG, PC Führerschein und Modellbau AG. Außerdem wird es dann den „Club der schlauen Füchse“ geben, in welchem die Schüler täglich von 15 bis 16 Uhr zum eigenständigen Lernen und Recherchieren angeregt werden.

Tag der offenen Tür an der Konrad-Haenisch-Schule

Neben den kostenpflichtigen Betreuungsangeboten besteht für die Schüler auch die Möglichkeit, sich in AGs wie Hip-Hop, Kochen oder Leseclub einzuwählen, doch die Mehrheit der Kinder besuche das Ganztagsmodell mit Betreuung. Über das Ganztagskonzept sagen die beiden Leiterinnen zusammenfassend: „Am Vormittag wird Wissen vermittelt und am Nachmittag das Leben in jeder Form und Farbe kennengelernt.“ Am Samstag, 28. Januar, findet an der Konrad-Haenisch-Schule ein Tag der offenen Tür statt, bei dem auch das Ganztagskonzept vorgestellt wird.

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