Nachrichten, die einen fröhlich in den Tag starten lassen „The Good News“-App setzt auf positive Infos

Mario von Kelterborn, Julia Schlecker-von Kelterborn und Daniel Schwanck (von links) verbreiten mit „The Good News“-App gute Nachrichten. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Terroranschläge, Naturkatastrophen, Altersarmut - negative Nachrichten scheinen den Alltag zu bestimmen. Um ein positives Gegengewicht zu schaffen, richten Julia Schlecker-von Kelterborn und Mario von Kelterborn den Blick auf gute Nachrichten und rufen „The Good News“-App ins Leben.

„Wir möchten den Menschen mit ,The Good News’-App ein Lächeln ins Gesicht zaubern und zeigen, dass die Welt nicht so böse ist, wie man beim Studieren der Tageszeitung annehmen könnte“, erzählt App-Gründerin Julia Schlecker-von Kelterborn. Wer sich die App (kurz für: Applikation) auf sein internetfähiges Mobiltelefon herunterlädt, der erhält jeden Tag fünf gute Nachrichten aus verschiedenen Themenbereichen. So wurde zum Beispiel von der gemeinschaftlichen Schneeräum-Aktion in Willingen berichtet, bei der zahlreiche freiwillige Helfer die Tribünen der Mühlenkopfschanze von der weißen Pracht befreiten. „Die Hilfsbereitschaft ist da, jeder hat sich bei der Aktion eingebracht - vom Urlauber bis zum Asylbewerber. Es gibt jeden Tag Beispiele, wie jeder die Welt ein bisschen besser machen kann. Und das zeigen wir mit ,The Good News’-App an konkreten Beispielen“, sagt Geschäftsführer Mario von Kelterborn.

Gute Nachrichten sollen Menschen zum Lächeln bringen

Als Pressesprecher konnte das Paar den Fechenheimer Daniel Schwanck gewinnen. Er war frustriert von dem Bild, das sich ihm täglich in der Straßenbahn bot: Menschen, die verdrossen mit herunterhängenden Mundwinkeln auf ihre Mobiltelefone starren. Seine Vision ist es, dass „The Good News“-App diese Menschen zum Lächeln bringt. Die erste „Good News“-App ging am 17. Oktober vergangenen Jahres nach rund einem Jahr Vorbereitungszeit an den Start. Das Logo ist ein Hund, der eine zusammengerollte Zeitung im Maul hat. „Der Hund erschnüffelt quasi die besten guten Nachrichten“, erklären die Gründer.

Mit einer religiös motivierten frohen Botschaft habe die „Good News“-App nichts zu tun. Vielmehr werden mittels Zugang zur Deutschen Presse-Agentur (dpa) und anderen Informationsquellen die Nachrichten gesichtet, die wenigen guten aufgespürt und für die App aufbereitet.

„The Good News“-App versteht sich als Ergänzung zu gängigen Medien

„Das Projekt wird gerade neu strukturiert“, erläutern die Gründer. Es soll unter anderem eine klarere Aufteilung nach Themen und ein Editorial geben. Dabei spielt auch Gesundheit eine Rolle. So möchte man den Nutzern der App jeden Tag etwas Pragmatisches „an die Hand geben“ – wie eine Atemübung aus dem Yoga, erklärt Julia Schlecker-von Kelterborn.

„The Good News“-App soll außerdem keinesfalls andere Nachrichtenformate ersetzen. „Wir verstehen uns als Ergänzung zu den gängigen Medien, möchten Denkanstöße geben und einen anderen Betrachtungsstandpunkt aufzeigen“, betont das Paar. Der Dienst wird den Nutzern kostenlos zur Verfügung gestellt. „Geld mit der App zu verdienen, war nie unser Ziel. Wir wollten ein Medium schaffen, das die Menschen nicht runterzieht, sondern positiv aufbaut, damit sie fröhlich in den Tag starten können“, sagt Julia Schlecker-von Kelterborn.

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