Bessere Lernerfolge durch Vielfalt erzielen

Heinrich-Kraft-Schule gewinnt Integrationspreis

Zeljko Sokcevic, Oliver Bierhoff, Christine Georg und Christopher Loos (von links) freuen sich über die Auszeichnung. Foto: p

Fechenheim (red) – Der Jubel der Vertreter der Fechenheimer Heinrich-Kraft-Schule war groß: Die IGS erhielt im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund den Integrationspreis des DFB und Mercedes-Benz. Die Schule freute sich über den mit 10.000 Euro dotierten zweiten Platz.

Die Vertreter der Schule – die beiden Sportlehrer Zeljko Sokcevic und Christopher Loos sowie Schulleiterin Christine Georg – nahmen stolz die die Auszeichnung stellvertretend für die Schulgemeinde entgegen. DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: „Als große gesellschaftliche Bewegung kann der Fußball einen Beitrag leisten, eine der größten gesellschaftlichen Aufgaben zu meistern und eine große Chance für Deutschland mitzugestalten: die Migration. Unsere Relevanz nutzen wir in vielfältiger Weise. Der Integrationspreis ist dafür ein leuchtendes Beispiel. Mit dem Preis zeichnen wir seit nun einer Dekade diejenigen aus, die sich für das Miteinander im Fußball starkmachen, ob im Verein, in der Schule oder in Projekten freier oder kommunaler Träger. Mehr als 1,75 Millionen Euro in Sach- und Geldpreisen wurden an die Basis ausgeschüttet.“

DFB und Mercedes-Benz belohnen Menschen, die den interkulturellen Austausch fördern

Seit 2007 verleihen der DFB und Mercedes-Benz gemeinsam den renommierten Sozialpreis, um Solidarität, Respekt und den interkulturellen Austausch zu fördern – und den Menschen eine große Bühne zu bereiten, die sich engagiert dafür einsetzen. „Mit dem Integrationspreis stärken wir seit zehn Jahren die Vielfalt im Sport und in unserer Gesellschaft“, sagt Dr. Jens Thiemer, Vice President Marketing Mercedes Benz Cars: „Denn Fußball verbindet: Auf dem Platz ist es egal, wo man herkommt oder woran man glaubt. Perfekt wird ein Team erst durch verschiedene Spieler mit unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten, kurz: durch Vielfalt.“ Der Integrationspreis zeichnet vorbildliche Vereins-, Schul- und Projektarbeit aus. Fast 2000 Bewerbungen sind in den vergangenen zehn Jahren eingegangen, 30 Sieger wurden geehrt.

Heinrich-Kraft-Schule hat drei Intensivklassen

An der Heinrich-Kraft-Schule werden zurzeit rund 500 Schüler unterrichtet. Die Schule hat drei Intensivklassen, in denen zugewanderte Mädchen und Jungen erst einmal ein Jahr intensiv die deutsche Sprache erlernen können. Es gibt viele Aktionen im Bereich Fußball und Integration: Seit mehr als 20 Jahren findet das jährliche Fußballturnier statt, in dem die Jahrgangssieger zum Sieg kämpfen. Die Sieger spielen dann gegen die Lehrermannschaft. Am Nachmittag werden diverse Fußball- und Futsal-AGs angeboten.

Qualität wird dabei groß geschrieben. Die Schüler der Fitnessklassen schauen sich beispielsweise die Trainings der Frankfurter Eintracht an und gehen dann in die Diskussion mit Alex Meier und Co. Der FSV kooperiert seit Jahren mit der Berufsmesse mit der Schule. Seit Beginn des Jahres hat die Heinrich-Kraft-Schule ein Soccerfeld auf dem Schulhof, der das Fußballspiel auch in den Pausen und am Nachmittag erleichtert.

Oliver Bierhoff, Cacau, Steffi Jones, Jimmy Hartwig und Thomas Hitzelsperger gratulieren

Die glücklichen Gewinner des Integrationspreises wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Fußballmuseum in Dortmund geehrt. Zu den prominenten Gästen des Abends gehörten Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Nationalmannschaft und Schirmherr des Integrationspreises, Cacau, 23-maliger Nationalspieler und DFB-Integrationsbeauftragter, viele ehemalige Nationalspieler, darunter Bundestrainerin Steffi Jones, Jimmy Hartwig und Thomas Hitzlsperger sowie Dr. Dirk Jakobs, Leiter Global Diversity Office der Daimler AG. Jakobs sagt: „Wir sind überzeugt, dass Vielfalt zu besseren Ergebnissen führt. Der Sport bringt unterschiedlichste Menschen zusammen. In den Vereinen wie auch bei uns bei Daimler sind Spitzenleistungen unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion, Behinderung oder sexueller Identität.“

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