Neuer Name für eine erfolgreiche Gesamtschule

Heinrich-Kraft-Schule heißt Schule am Mainbogen

Sylvia Weber, Christine Georg, Mirko Mucko und die Schüler freuen sich über den neuen Namen der Schule. Foto: jf

Fechenheim (jf) – Der Raum „Talent Company“, sonst stets ausgebucht, dieses Mal der Pressekonferenz vorbehalten. Noch stand am Morgen des vorvergangenen Mittwochs Heinrich-Kraft-Schule auf dem Schild an der Fachfeldstraße, doch die neuen Tafeln lagen schon parat – offiziell trägt die IGS seit vergangenem Montag den Namen Schule am Mainbogen.

„Wir haben alles in einer gemeinsamen großen Anstrengung fertig bekommen“, verkündete Schulleiterin Christine Georg stolz – das blaue Poloshirt mit dem neuen Namenszug in Weiß kam pünktlich. Tassen mit dem neuen Logo gibt es auch, die neue Internetseite ist ebenfalls fertig.

Schuldezernentin Sylvia Weber informierte über die Besonderheiten des Stadtteils Fechenheim, der durch die Bahnlinie in zwei Teile getrennt wird. „Fechenheim ist gar nicht so abgehängt, wie oft noch zu hören ist“, unterstrich die Stadträtin. „Der Ortskern und das Mainufer wurden saniert, ein Besuch lohnt sich“, bemerkte Weber. Der Mainbogen sei charakteristisch für Fechenheim und positiv besetzt. „Der neue Name Schule am Mainbogen nimmt diese Begeisterung und Sympathie auf. Die Schule hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt“, bekräftigte die Dezernentin.

Es bleibt an der Schule am Mainbogen vorerst bei der Schulform IGS

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) mit einem innovativen Konzept, einer qualifizierten Berufsorientierung und einer guten Kooperation mit weiterführenden Bildungseinrichtungen werde zunächst bei dieser Schulform bleiben, doch langfristig strebt die Schule eine Umwandlung in eine Kooperative Gesamtschule (KGS) mit Mittelstufenschule an. „Eine solche Umwandlung erfordert einen immensen Vorlauf und hätte nicht bis zum Sommer bewerkstelligt werden können, da der Schulentwicklungsplan dafür umgeschrieben werden muss“, erläuterte Georg. Da die Schule am Mainbogen aber gleich mit Neuerungen in ihrem Konzept im Sommer starten will, wird nun all das umgesetzt, was unter der Schulform IGS möglich ist.

Die Schule bietet eine dreigliedrige Differenzierung in A-, B- und C-Klassen

Anhand einer Präsentation erläuterte die Schulleiterin Merkmale ihrer Schule – der einzigen IGS in Frankfurt mit einer dreigliedrigen Differenzierung in A-, B- und C-Klassen. Außerdem gibt es Kooperationen mit den beruflichen Schulen Philipp Holzmann, Julius Leber und der Klingerschule. Mit der Werner-von-Siemens-Schule stehe man in Verhandlungen. „Mit dem Gymnasium Helmholtzschule besteht eine Verzahnung im Osten unter dem Schwerpunkt Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT)“, ergänzte die Leiterin. Seit zwei Jahren gibt es auch Verbindungslehrer, die zudem in der Helmholtzschule arbeiten. Das Programm Praxis und Schule (PuSch), gefördert vom Europäischen Sozialfonds, will Schüler gezielt zu ihren Wunschberufen führen. „Wir hätten diese Differenzierung gerne schon ab Klassenstufe acht – doch das lässt die Gesetzeslage für die IGS nicht zu“, bedauerte Georg.

Aber Schüler der Klassenstufe acht können in sieben Gewerken in Hanau Praktika absolvieren und schon einmal testen, was ihnen liegt. Damit sind die Vorzüge der Bildungseinrichtung in der Fachfeldstraße 34 längst nicht alle genannt, die Liste lässt sich fortsetzen. Christine Georg lobte nicht zuletzt das staatliche Schulamt; die Schule sei gut mit Lehrkräften versorgt, alle Stellen seien besetzt.

Sylvia Weber: „Fechenheim ist ein wichtiger Schulstandort in Frankfurt"

Seit 2013 steht Christine Georg an der Spitze der Schule, unter ihrer Leitung hat sich viel getan. Waren es 2013 nur 358 Schüler, die an der Heinrich-Kraft-Schule lernten, sind es heute 200 mehr – die Schule ist vierzügig. „Der neue Name ist eine Konsequenz auch vor der anstehenden Entscheidung der Eltern, eine Schule für ihre Kinder auszuwählen“, unterstrich Weber. Fechenheim sei ein wichtiger Schulstandort in Frankfurt. Deshalb seien die Werkstätten mit kommunaler Unterstützung neu ausgestattet worden, Rudern und Drachenbootfahren werden als Sportarten angeboten, eine zusätzliche Stelle in der Jugendhilfe wurde genehmigt. Im städtischen Haushalt, der Ende März beschlossen wird, ist die Sanierung der Turnhalle vermerkt.

Seit acht Jahren gibt es einen Schulbus, der von der Stresemannallee/Mörfelder Landstraße über fünf Haltestellen bis zur Schule fährt. „Sollte eine zusätzliche Beförderung notwendig werden, wollen wir das ermöglichen“, sicherte Weber zu.

Schulleiterin Christine Georg ist stolz auf die Besoderheiten der Schule am Mainbogen

Christine Georg ist stolz auf die Besonderheiten ihrer Bildungseinrichtung, an der gegenwärtig 559 Schüler von über 60 Kollegen unterrichtet und betreut werden. „Wir haben es in den vergangenen Jahren auch geschafft, einen funktionierenden Elternbeirat zu etablieren“, sagte Georg und stellte Stadt- und Schulelternbeirat Mirko Mucko vor. Sie bedankte sich beim Kollegium und beim Förderverein, die den Namenswechsel unterstützten. „Unser Motto heißt: Zukunft gemeinsam gestalten – Talente erkennen, Stärken fördern, Toleranz erleben“, erklärte Georg.

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