Erneute Anerkennung für gute Arbeit Konrad-Haenisch-Schule erhält zum dritten Mal das Gütesiegel

Murad Ayadi und Cornelius Nordhofen von der Konrad-Haenisch-Schule freuen sich, dass die Einrichtung erneut das Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung erhalten hat. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Hessische Schulen, die erfolgreiche Konzepte im Übergang von der Schule zum Beruf umsetzen, erhalten die Chance, mit dem „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“ ausgezeichnet zu werden. Die Konrad-Haenisch-Schule hat diese Auszeichnung 2011 zum ersten Mal erhalten. Drei Jahre später wurde die Schule rezertifiziert und und in diesem Jahr heimste die „Schule im Grünen“ erneut das begehrte Siegel ein.

Einen Tag lang wurden die in Frage kommenden Schulen von einer dreiköpfigen Fachkommission überprüft, ob diese ein fächerübergreifenden und arbeitsweltbezogenes Konzept zur Berufs- und Studienorientierung nach Olov-Qualitätsstandards umsetzen. Olov steht für: Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule-Beruf. Im Rahmen der Prüfung wurden neben den Lehrern und dem Kollegium auch die Schüler befragt. Die Kommission wollte erfahren, was bei den Jungen und Mädchen im Bezug auf Berufs- und Studienorientierung hängen geblieben war und ob sie sich gut unterstützt gefühlt haben. „Außerdem wird nach Kooperationspartnern geschaut. Das heißt, es ist wichtig, dass die Schule gut mit Unternehmen oder Berufsschulen vernetzt ist“, erklärt Cornelius Nordhofen, Lehrer und Olov-Koordinator an der Konrad-Haenisch-Schule.

Konrad-Haenisch-Schule ist auch in Sachen Elternarbeit vorbildlich

Ein weiterer Aspekt zum Erhalt des Gütesiegels ist die Elternarbeit. Dazu biete die Haenischschule das Elterncafé „Lemomo“ an, es gibt Info-Veranstaltungen zur Berufsorientierung sowie Elternabende vor dem Antritt von Praktika. Auch das Kompetenzfeststellungsverfahren „Kompo7“ ist fester Bestandteil an der Schule. Das Herzstück von „Kompo7“ sind Jobinterviews, welche die Schüler mit Auszubildenden oder Mitarbeitern von Unternehmen führen, die die Klassen besuchen. „Entscheidend für den Erhalt des Gütesiegels ist, wie gut die Schule strukturiert ist“, sagt Lehrer Murad Ayadi.

Wer das Gütesiegel erhalten will, muss sich dafür bewerben

Für den Erhalt des Siegels musste sich die Schule im Vorfeld bewerben. Für das zweite Mal, also für die Rezertifizierung, habe die Bewerbung mehr als 50 Seiten umfasst. „Nach jeder Prüfung wird geschaut, wie sich die Schule entwickelt hat und wo es eventuell noch Verbesserungsbedarf gibt. Der Blick ,von außen’ durch die Prüfer ist gut“, betont Nordhofen. So habe die Schule nach der ersten Prüfung den „Methodentag“ eingeführt. Dieser findet dreimal im Jahr statt und bringt den Schülern verschiedene Methoden, beispielsweise das Halten und Anfertigen von Präsentationen, näher.

Der Berufswahlpass ist ein wichtiger Baustein in Sachen Berufsorientierung

Auch nach der Rezertifizierung gab es eine Neuerung an der Konrad-Haenisch-Schule: Die Berufsorientierungswoche, die es für Hauptschüler schon länger gab, wurde nach der Prüfung auch für die Zehntklässler der Realschule ins Leben gerufen. Ein weiterer wichtiger Baustein in Sachen Berufsorientierung ist der Berufswahlpass – eigentlich ein Ordner – den die Schüler am Ende der siebten Klasse anlegen. In dem Ordner sammeln sie alle Dokumente, die mit ihrer Berufsorientierung zu tun haben. „Für die Schüler ist es hochinteressant, mit dem Berufswahlpass ihren beruflichen Weg nachverfolgen zu können“, sagt Nordhofen. „Die Konrad-Haenisch-Schule ist mit ihren Angeboten gut aufgestellt“, sind die beiden Lehrer überzeugt. Und dennoch sei es motivierend, wenn an gewissen Stichtagen – wie zum Audit für das Gütesiegel – alles auf den Prüfstand kommt.

Das Gütesiegel wurde der Konrad-Haenisch-Schule im feierlichen Rahmen vom hessischen Kultusminister R. Alexander Lorz, vom Staatssekretär des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung Mathias Samson sowie vom Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern Eberhard Flammer verliehen. „Es ist sehr schön, dass durch die mittlerweile zweite Rezertifizierung die gute Arbeit, die diese Schule leistet, bestätigt wird“, freuen sich Murad Ayadi und Cornelius Nordhofen.

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