Gute Wünsche für die scheidende Pfarrerin

Lieve Van den Ameele verabschiedet sich

Pfarrerin Lieve Van den Ameele wird von ihrer Fechenheimer Gemeinde verabschiedet. Foto: eis

Fechenheim (eis) – Nach gut achteinhalb Jahren in Fechenheim wurde Ende Januar die Pfarrerin der evangelischen Gemeinde Lieve Van den Ameele mit einem feierlichen Gottesdienst verabschiedet. Zahlreiche Gemeindemitglieder und Gäste hatten sich dazu in der Melanchthonkirche eingefunden, die so gut gefüllt war wie sonst nur an Weihnachten.

Zwei „Puppet Ministers“ – Handpuppen, die in den einmal monatlich veranstalteten Gottesdiensten für Jung und Alt zum Einsatz kamen – stimmten in die Verabschiedung ein. Während die Schmetterlingspuppe (gesprochen von Anna Machleid) dem Weggang der Pfarrerin und den damit verbundenen Veränderungen mit Traurigkeit und Bangen entgegensah, riet die Schneckenpuppe (gesprochen von Androniki Tziousta) dazu, eher auch das Positive und die Chancen in der Veränderung zu sehen.

Prodekanin Ursula Schoen würdigt die Leistungen von Pfarrerin Van den Ameele

Prodekanin Ursula Schoen vom evangelischen Stadtdekanat würdigte in ihrer Verabschiedung die Leistungen von Pfarrerin Van den Ameele. Was sie in Fechenheim geschaffen habe, werde dort bleiben, sagte sie. Besonders hob Schoen hervor, dass die Pfarrerin viele Projekte im Stadtteil angestoßen habe. Auch habe sie eine große Bereitschaft gehabt, sich fortzubilden. „Manchmal, wenn ich wieder einen Antrag zu einer Fortbildung von Pfarrerin Van den Ameele auf dem Schreibtisch hatte, dachte ich: ‚War sie nicht gerade erst weggewesen?‘“, scherzte die Prodekanin.

Pfarrerin Van den Ameele blickte in ihrer letzten Predigt in Fechenheim ebenfalls auf ihre Zeit im Stadtteil zurück. „Gott hat Fechenheim nicht vergessen“, stellte die Pfarrerin fest und hob insbesondere das enorme ehrenamtliche Engagement der Fechenheimer für die Flüchtlinge hervor. Die Fürbitten im Gottesdienst wurden von den Leitungen der drei evangelischen Kindertagesstätten Doris Dönges, Svenja Fiedler, Monika Hauder, Simone Jahn, Benjamin Schreiner und Androniki Tziousta gesprochen.

Zahlreiche Gemeindemitglieder verabschieden sich von der Pfarrerin

Beim anschließenden Empfang im Gemeindesaal schien der Raum aus allen Nähten zu platzen, so viele Menschen wollten sich von der Pfarrerin verabschieden. Harry Hoppe, stellvertretender Vorsitzende des Kirchenvorstands, gab freimütig zu, dass er zu Beginn so seine Probleme mit der Pfarrerin gehabt habe. „Wir sind eben zwei sehr unterschiedliche Charaktere, aber wir haben schließlich einen Weg gefunden“, so Hoppe, der anschließend das Gedicht „Der Abschied“ von Khalil Gibran vortrug. Gemeinsam mit den Kirchenvorständen Marion Kloster und Thomas Ruf dankte er der Pfarrerin für ihre Arbeit, die neben einem Blumenstrauß auch ein Buchgeschenk erhielt.

Ein Vertreter der türkischen Kulturgemeinde bedankte sich bei der Pfarrerin in einem Grußwort für den von ihr gepflegten interreligiösen Dialog. Klaus Dittmar überreichte im Namen der ehrenamtlichen Helfer der Gemeinde ein weiteres Geschenk. Auch das Kindergottesdienst-Team verabschiedete sich sehr herzlich von der scheidenden Pfarrerin. Dabei wurde auch die ein oder andere Träne verdrückt. Eine Gruppe von vier Flüchtlingen war gekommen, um sich von Van den Ameele zu verabschieden. Mit einem kleinen Buffet fand die Veranstaltung dann ihren gemütlichen Ausklang.

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