„Sounds of Fechenheim“ begeistert die Besucher Musikalischer Stadtteil

Für die rockigen Klänge bei „Sounds of Fechenheim“ war die Band „Komodenlack“ zuständig. Bild: sh

Fechenheim (sh) – Besser hätte man den „Tag der Musik“ am vergangenen Sonntag wirklich nicht würdigen können: Der noch recht junge Fechenheimer „Musikerstammtisch“ hat die alle zwei Jahre stattfindende Initiative des Senders hr2-Kultur aufgegriffen und ließ unter dem Titel „Sounds of Fechenheim“ insgesamt sieben lokale Bands und Musiker an verschiedenen Locations im Bereich Alt-Fechenheim sowie am Mainufer spielen. Die halbstündigen Konzerte waren so getaktet und platziert, dass die Besucher bequem jeder Formation mindestens einmal lauschen konnten. Von dem Angebot wurde reichlich Gebrauch gemacht. Und viele staunten, welche musikalische Vielfalt die Menschen zu bieten haben, die den Stadtteil im Frankfurter Osten ausmachen.

„Da ist ja für jeden was dabei“, war eine häufig gehörte Aussage. Das Festival wurde von der The Main River Spiritual Music Ensemble am Anleger des Fechenheimer Ruder-Clubs eröffnet. Improvisierte Weltmusik mit außergewöhnlichen Instrumenten wie Klangschalen und marokkanische Laute ließ eine Hommage an den Main erklingen. Dazu gab es Gedichte von Hans Berghammer.

Ambient-Sounds unter dem Titel „Elektrik in der Luft“ von Oliver Rühl am Synthesizer bedienten im „Schwan Gesellschaftszimmer“ ein ganz anderes Genre. Rockig ging es mit der Band Komodenlack bei „Mano im Engelhof“ zu. Fechenheims Kinderbeauftragte Daniela Schulze-Biermann als Rockröhre zu erleben überraschte manchen, aber zwei Kids unterstützten die Sängerin souverän bei der rockigen Version des Hits „Ghostbusters“ als Backgroundchor.

Zeitgenössische Klaviermusik brachte in der Melanchthonkirche der Pianist Jaroslav Novosyolov zu Gehör. Die meisten kennen den Musiker in seinem Beruf als Organist der evangelischen Kirchengemeinde.

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Mit Sounds wie im Wilden Westen – inklusive Raubvogellauten von Sängerin Jutta Loskill – schmeckte das Eis im „Venezia“ noch mal so gut. Dort spielte Real Steel Love mit singenden Klängen von der auf dem Schoß liegend gespielten Stahlgitarre Country, Blues und Pop.

Im „Fechemer Bootshaus“ hielt mit den Passion Friends der Jazz Einzug. Wem der Weg von der Langgass’ zur Endhaltestelle Schießhüttenstraße zu weit war, der konnte sich per Fahrradrikscha vom Begegnungszentrum des Frankfurter Verbands hinfahren lassen.

Genau jenes Begegnungszentrum platze bei den Konzerten von Maniya M aus allen Nähten. Geboten wurde die Musikrichtung Trans Main Folk. Die Akteure stammen von beiden Seiten des Flusses – aus Frankfurt und aus Offenbach. Musikalisch – und bestimmt auch menschlich – harmoniert das bestens. Folkloristische Stücke aus Ländern wie Mazedonien, Finnland und der Ukraine wurden in neuem, aber doch authentischem und vor allem mitreißenden Gewand präsentiert. Für alle Darbietungen aller Formationen sowie für die gesamte Veranstaltung kann das Fazit nur lauten: „Zugabe!“