Auch ein Abendmarkt ist möglich Ortsbeirat elf will dem Markt eine Chance geben

Ob ein Wochenmarkt in Fechenheim eine Chance hätte, darüber waren sich die Fraktionen des Ortsbeirats elf uneinig. Archivfoto: sh

Fechenheim (sh) – Für die letzte Sitzung des Ortsbeirats elf vor der Sommerpause hatten die Grünen einen Antrag für einen Wochenmarkt in Fechenheim zur Diskussion und Abstimmung gestellt. Ob ein solcher Markt im Stadtteil Überlebenschancen hätte, darüber war das Gremium geteilter Meinung.

„Die Idee eines Wochenmarkts gab es vor ein paar Jahren schon. Übrig geblieben ist davon die Hähnchen-Braterei am Kleedreieck. Aber die Zeiten ändern sich“, war Antragstellerin Sandra Neubauer überzeugt. Ortsvorsteher Werner Skrypalle (SPD) warf ein, dass es in Seckbach und im Riederwald Wochenmärkte gab, die nicht bestehen konnten.

Gewerbeverein Fechenheim hat schon zahlreiche Anläufe unternommen

Sebastian Schugar (CDU) ist Vorstandsmitglied des Fechenheimer Gewerbevereins und berichtete von zahlreichen Anläufen, die der Gewerbeverein seit rund 15 Jahren unternommen habe, um einen Wochenmarkt im Stadtteil zu starten. Mindestens sechs Stände müssten zusammenkommen, damit ein Markt laufe. „Wir haben mit übergeordneten Marktbetreibern gesprochen, aber es hieß, dass es in Fechenheim nicht genügend Besucherströme gibt. Selbst der Verkaufswagen vom Langenborner Hof, der eine Zeit lang wöchentlich am Kleedreieck stand, konnte sich nicht halten, weil es sich nicht rentiert hat“, gab Schugar zu bedenken. Zudem sei es nicht einmal möglich gewesen, einen geeigneten Termin für einen wöchentlich stattfinden Markt zu finden – zu stark sei die Konkurrenz aus anderen Frankfurter Stadtteilen und dem nahe gelegenen Offenbach, führte Schugar weiter aus. Den letzten Anlauf des Gewerbevereins habe es vor drei Jahren gegeben und dieser sei gescheitert, erklärte Schugar.

Thomas Dorn spricht von neuen Möglichkeiten für einen Markt

Thomas Dorn (Grüne) verteidigte den Antrag, der Akteure wie die Wirtschaftsförderung Frankfurt und Marktbetriebe ansprechen soll. Denn diese sollten laut Antragstext gemeinsam mit dem Magistrat der Stadt Frankfurt die Einrichtung eines Wochenmarkts in Fechenheim zunächst einmal nur prüfen. „Dabei eröffnen sich neue gedankliche Möglichkeiten“, argumentierte Dorn und spielte damit auf Abendmärkte an, die in Offenbach und im Frankfurter Nordend sehr beliebt seien. „Diese Märkte sind auch für Berufstätige interessant“, sagte Dorn.

SPD befürwortet den Antrag der Grünen

Wo der Markt letztlich stattfinden könne, haben die Grünen im Antragstext bewusst offengelassen. „Der Linneplatz wäre wünschenswert, weil es dort Wasser, Strom und Parkmöglichkeiten gibt, aber da sind wir nicht festgelegt“, sagte Dorn. Auf fruchtbaren Boden fiel das Anliegen der Grünen bei der SPD. „Wir finden den Antrag gut“, sagte Peter Schlüter. „Der Bornheimer Wochenmarkt wächst. Es scheint inzwischen ein anderes Bewusstsein für Märkte zu geben.“

Ortsbeirat elf nimmt den Antrag einstimmig an

Auch Detlef Stange (FDP) sprach sich für den Antrag aus. „Darin wird ja lediglich darum gebeten, die Einrichtung eines Wochenmarkts zu prüfen“, machte er klar. Die Stadtteilparlamentarier nehmen den Antrag der Grünen einstimmig an, sodass er nun auf den Weg zum Magistrat gebracht wird.

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