Kämpfende Gladiatoren und bunte Mallorca-Parade

Prunksitzung der „Schwarzen Elf“ begeistert

Die Sternchengarde zeigte, wie viel Spaß es macht, miteinander zu tanzen – egal ob man gerne Hip-Hop mag oder Ballett. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Daumen rauf für eine tolle Prunksitzung, die vom Karnevalverein „Die Schwarzen Elf“ in die Fechenheimer TSG-Halle gezaubert wurde. Nachdem die Sitzungskapelle Countdown das närrische Auditorium mit kölschen Karnevalshits bestens in Stimmung gebracht hatte, zogen nach den obligatorischen elf Paukenschlägen der Elferrat mit den Garden unter viel „Helau“ auf die Bühne.

Sitzungspräsident Hannes Zimmermann führte wieder mit vielen humorvollen Anekdoten durch die Sitzung. Er sparte auch nicht an Lob für die „Schwarze Elf“-Garden, die in ihren schicken Kostümen fetzige Choreografien präsentierten. Besonders freute sich Zimmermann über die Sternchengarde. „Ich bin stolz auf unseren Nachwuchs“, sagte der Sitzungspräsident.

Lachen mit dem Musik-Comedy-Duo „Doppelte Dosis“

Das Musik-Comedy-Duo „Doppelte Dosis“ – das selbst ernannte „eineiigste Duo im Showgeschäft“ – begeisterte allein aufgrund der herrlichen Grimassen, die „Friedhelm“ und „Rolf“ bei ihrer einzigartigen Gesangseinlage schnitten. Die Damengarde eroberte die Bühne mit flotten Tänzen zu russischen Melodien, bevor das Frankfurter Prinzenpaar Mathias I. und Conny I. Fechenheim seine Aufwartung machte und ein Loblied auf Frankfurt und natürlich die Fastnacht zum Besten gab.

Andreas Kraus gibt in der Bütt der „Schwarzen Elf“ einen Stau Geplagten

Für seine cholerischen Ausbrüche ist der Vortragende Andreas Kraus bekannt. Dieses Mal hatte er ein Thema mitgebracht, von dem auch viele Fechenheimer täglich an der Hanauer Landstraße ein Lied singen können. Kraus trat als vom Stau Geplagter auf, der zu allem Überfluss auch noch zwei Portionen Zwiebelgulasch intus hatte, die dringend raus wollten. Das Mitgefühl des Publikums war Kraus gewiss.

Großen Respekt zollten die Zuschauer den Solotänzerinnen Melina Bertsch und Isabell Mendes, die mit atemberaubenden Schrittfolgen und Figuren zeigten, was alles möglich ist, wenn man regelmäßig und fleißig trainiert. Die Bütt war frei für Helene Rump aus Offenbach. Die rüstige Seniorin erzählte mit schnarrender Stimme von ihrer Reise und ließ an kaum etwas ein gutes Haar („Der Eiffelturm ist noch nicht einmal fertig, da steht nur ein Gerüst“).

Sternchengarde beweist: Hip-Hop und Ballett können gut miteinander

Die Sternchengarde bewies eindrucksvoll, dass Hip-Hop und Ballett wunderbar miteinander harmonieren, weil alle Lust aufs Tanzen haben. Das Publikum reagierte mit lautstarken Zugabe-Rufen.

Einen etwas anderen Vortrag hatte Udo Stalp als „Frankfurter Fischer“ mit nach Fechenheim gebracht. Seine Zeilen reimten sich nicht nur, er hatte sich zudem vorgenommen, die Wörter von A bis Z aneinanderzureihen. Ob Karnevalvereine, Fischgerichte, Beilagen oder Getränke – alles wurde einmal gekonnt durch das ganze Alphabet geschickt. „Er reimt fast wie Goethe“, attestierte Hannes Zimmermann dem Wortakrobaten. Als Zugabe hatte Stalp noch zwei Versionen der „Runkelroiweroppmaschin“ auf Lager – einmal intonierte er das Lied, als würde es Karel Gott singen, in der zweiten Variante war deutlich Peter Maffay herauszuhören.

Patrick Himmel bringt den TSG-Saal zum Toben

Musikalisch brachte Patrick Himmel den Saal zum Toben. Auf dem Tisch stehend schmetterte er ein Udo Jürgens-Medley, bei dem alle mitsangen. Die Bühne wurde indessen von zahlreichen Aktiven der „Schwarzen Elf“ zur Tanzfläche umfunktioniert und eine spontane Polonaise schlängelte sich durch die Reihen.

Das Offenbacher Prinzenpaar ist bei aller Häme der Frankfurter für die Stadt auf der gegenüberliegenden Mainseite bei der „Schwarzen Elf“ immer gerne gesehen. Die Hoheiten aus Lederanien verkündeten, dass geplant sei, 2020 wieder einen Karnevalsumzug in Offenbach zu veranstalten, denn in diesem Jahr jähre sich die Unterzeichnung der Bürgeler Akte zum „sechsmal elften“ Mal. Der Offenbacher Karneval Verein warb, bis dahin deren Zugorden käuflich zu erwerben – quasi als Finanzierungsgrundlage für den geplanten Umzug.

Mit einem äußerst kreativen Schautanz zum Thema „Schach“ eroberte die Damengarde die Bühne, bevor Martina Gies aus den Händen von Hannes Zimmermann den Präsidentenorden erhielt. Martina Gies war 20 Jahre lang Sitzungspräsidentin des Damen-Siebenerrats. Sie hat den Staffelstab an Martina Reuswig übergeben.

Männerballett „The Black Elevens“ beeidruckt mit Gladiatorenkämpfen

Einen fulminanten Auftritt legte das Männerballett der „Schwarzen Elf“ – die „The Black Elevens“ – hin. Im vergangenen Jahr war die Truppe noch zu sechst, mittlerweile ist das Team um drei weitere Herren angewachsen. Sie ließen den Film „Gladiator“ lebendig werden und zeigten dabei tolle akrobatische Einlagen und ausgefeilte Kampfszenen. Dafür gab es riesigen Applaus.

Den Schlusspunkt des Abends setzte die Showtanz-Gruppe „Die Schnuckelcher“ mit einer „Mallorca-Parade“, die sofort in Urlaubsstimmung versetzte. Sogar der „König von Mallorca“ war mit dabei und auch die Sangria aus dem Eimer durfte nicht fehlen. „Schnuckelcher“ Martin Berchem wurde nach der Darbietung mit dem Gardestern der „Schwarzen Elf“ geehrt. Geplant war als eigentlicher Abschluss Guggemusik der „Kinziggeister“, doch die schafften es zum Bedauern des Sitzungspräsidenten am Ende doch nicht zur Sitzung. Die Aktiven der „Schwarzen Elf“ blieben trotzdem bei bester Laune und zeigten die komplette „Mallorca-Parade“ noch einmal als Zugabe. Danach luden alle Aktiven noch zu einem witzigen Mitmach-Tanz ein, der niemanden im Publikum mehr auf den Stühlen hielt. Bei großartiger Stimmung feierten zahlreiche Narren noch in der Sektbar weiter.

Die „Schwarze Elf“ freut sich schon auf die Fastnachtszüge

Die „Schwarze Elf“ freut sich schon auf die Teilnahme bei den Fastnachtszügen in Maintal-Dörnigheim am Samstag, 10. Februar, Beginn 14.11 Uhr, und Frankfurt am Sonntag, 11. Februar, Beginn zwölf Uhr. Am Fastnachtsdienstag, 13. Februar, findet bei der „Schwarzen Elf“ im Vereinsheim, Am Mainbörnchen 6, ab 16 Uhr ein Kreppelkaffee bei freiem Eintritt statt. Das Ordensfest und Heringsessen findet am Samstag, 24. Februar, in dem Räumen des Kaninchenzuchtvereins H 147, Pfortenstraße 76, statt. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Schnappschüsse von der Großen Prunksitzung der „Schwarzen Elf“ gibt es in der Online-Bildergalerie.

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Heringessen

Das Heringsessen findet nicht am 17.2 in der Pfortenstrasse sondern am 24.2.2018 beim Kaninchen-Zuchtverein statt.

Termin geändert

Vielen Dank für den Hinweis und das aufmerksame Lesen. Wir haben den Termin und Ort im Online-Artikel entsprechend geändert.

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