Auf gute Nachbarschaft Quartiersmanagement öffnet in Fechenheim

Gut angekommen: Leonore Vogt (links) und Nora David sind die neuen Quartiersmanagerinnen in Fechenheim. Foto: sh

Fechenheim (sh) –  In Fechenheim gibt es wieder ein Quartiersmanagement. Im Nachbarschaftsbüro in der Leo-Gans-Straße 48 fiel nun der offizielle Startschuss für die Quartiersmanagerinnen Leonore Vogt und Nora David.

Manche werden sich sicher noch daran erinnern: Von 2000 bis 2004 gab es in Fechenheim bereits im Rahmen des „Frankfurter Programms – Aktive Nachbarschaft“ ein Quartiersmanagement. In Fechenheim gebe es zahlreiche Angebote, die nicht zuletzt durch das vorangegangene Quartiersmanagement angestoßen wurden, beziehungsweise vom Frankfurter Programm sowie durch Projekte des Jugend- und Sozialamts unterstützt wurden, erklärte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU). Die Vielzahl von Angeboten habe bei den Bewohnern und Akteuren vor Ort den Wunsch geweckt, die Angebote besser zu vernetzen und zu bündeln – beispielsweise mit einem Quartiersmanagement als Anlaufstelle, fasste Birkenfeld zusammen.

Diakonisches Werk Frankfurt ist Träger des Quartiersmanagements

Da man bei der Stadt Frankfurt mit dem Diakonischen Werk als Träger des Quartiersmanagements im Nachbarstadtteil Riederwald gute Erfahrungen gemacht hat, wurde das Diakonische Werk auch mit der Trägerschaft des neuen Fechenheimer Quartiers betraut. Hauptziel des Quartiersmanagements sei, die Menschen vor Ort zur Beteiligung zu ermutigen und in ihrer Selbständigkeit zu stärken. „Jeder wird mit seinen Anliegen ernst genommen. Wünsche und Anregungen sind willkommen. Bei Problemen werden gemeinsame Lösungen erarbeitet. So entstehen tragfähige Beziehungen in der Nachbarschaft, die sozialen Spaltungen entgegenwirken“, erklärte Birkenfeld.

Wie Michael Frase, Leiter des Diakonischen Werks Frankfurt, ausführte, liege ihm Fechenheim mit seiner gewachsenen, dörflichen Struktur besonders am Herzen. Insbesondere Familien sollten sich seiner Ansicht nach eingeladen fühlen, daran mitzuwirken, die Stärken des Stadtteils herauszustellen.

Vonovia stellt Nachbarschaftsbüro zur Verfügung

Froh ist man beim Diakonischen Werk, dass bereits in der Anlaufphase des Projekts ein Büro zur Verfügung steht. Die Wohnungsbaugesellschaft Vonovia hatte die Wohnung in eine Anlaufstelle umgewandelt, als es dort Mieterprobleme gab. Der Verein „Zukunft Fechenheim“ hatte sich seinerzeit der Problematik angenommen und zahlreiche Gespräche mit Vonovia (damals noch Deutsche Annington) geführt und somit maßgeblich zur Realisierung der Büroräume beigetragen.

Für das Quartiersmanagement stehen 1,5 Stellen zur Verfügung, die sich Nora David und Leonore Vogt teilen. Die beiden haben bereits viel Zeit in Fechenheim verbracht, um sich ein umfassendes Bild des Stadtteils zu machen. Leonore Vogt ist Architektin und Stadtplanerin und war unter anderem als Sanierungsbeauftragte für St. Pauli tätig. Sie stammt gebürtig aus dem Ruhrgebiet und ist Mutter zweier Kinder. Nora David ist eine „waschechte Frankfurterin“ und hat ein abgeschlossenes Studium in Politologie. Geprägt habe sie vor allem die Arbeit in jugendpolitischen Gremien, wie sie sagte. Sie ist ebenfalls zweifache Mutter.

Weitere Standorte in Alt-Fechenheim und Fechenheim-Nord geplant

Die Quartiersmanagerinnen wollen sich als nächstes weiter mit Fechenheim vertraut machen, Gespräche mit Akteuren vor Ort führen und die Vereine besuchen. Auch Stadtspaziergänge stehen auf dem Programm. Geplant ist zudem, weitere Standorte im Stadtteil, zum Beispiel an der Straße Alt-Fechenheim und in Fechenheim-Nord, einzurichten. Wenn sie sich ein vollständiges Bild vom Stadtteil gemacht hätten, würden sie daraus eigene Aktivitäten entwickeln, sagten David und Vogt.

Ortsvorsteher Werner Skrypalle hieß die Quartiersmanagerinnen in Fechenheim willkommen. „Eine solche Anlaufstelle ist wichtig, völlig unabhängig, ob es einen sozialen Brennpunkt gibt oder nicht. Gerade wenn in Vereinen der Nachwuchs fehlt, muss eine soziale Rolle besetzt werden, damit Dinge angeschoben und Nachbarschaftskonflikte geregelt werden können“, erklärte Werner Skrypalle.

Das Quartiersmanagement ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Die Sprechstunden im Nachbarschaftsbüro in der Leo-Gans-Straße 48, Telefon 069 24751496911, sind montags von 16 bis 18 Uhr und donnerstags von zehn bis zwölf Uhr. Nora David ist erreichbar unter Telefon 0171 5314232 und per E-Mail an nora.david[at]diakonischeswerk-frankfurt[dot]de. Leonore Vogt ist erreichbar unter Telefon 0171 5269016 und per E-Mail an leonore.vogt[at]diakonischeswerk-frankfurt[dot]de.

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