Ein offenes Ohr für ehrenamtliche Lehrer Susanne Kassold besucht die Bildungspaten

SPD-Landtagswahl-Kandidatin Susanne Kassold hat sich das T-Shirt der Bildungspaten Fechenheim übergeworfen. Ihr liegen bildungspolitische Themen am Herzen. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Nachdem Susanne Kassold die Bildungspaten Fechenheim bei deren Feierlichkeiten zum fünfjährigen Bestehen der Initiative kennengelernt hatte, wollte sich die SPD-Landtagswahl-Kandidatin noch einmal ausführlich über die Arbeit der ehrenamtlichen Lehrer informieren. So besuchte sie die Gruppe kürzlich in ihrer „Schaltzentrale“ in Fechenheim – im Café „Cult fee“.

In dem Café treffen sich die Bildungspaten zum Austausch und bewahren auch ihre Arbeitsmaterialien dort auf. Wie Kassold die Bildungspaten wissen ließ, liegen ihr bildungspolitische Belange besonders am Herzen. 17 Jahre sei sie als Schulelternbeiratsvorsitzende tätig gewesen und ihr mittlerer Sohn studiere auf Lehramt, berichtete die Sozialdemokratin. Über die Arbeit der Bildungspaten, die von der Konrad-Haenisch-Schule und von der Schule am Mainbogen nominierten Schülern ehrenamtlich eine Extrastunde Deutsch pro Woche geben, war Kassold bereits bestens nach ihrem Besuch der Fünf-Jahres-Feier informiert.

Susanne Kassold interessiert sich für die Arbeit der Bildungspaten

Die designierte SPD-Landtagsabgeordnete interessierte sich vor allem für Probleme der Bildungspaten, bei denen die Politik tätig werden und helfen könne. Die Bildungspaten nutzten diese Gelegenheit und verdeutlichten Kassold gegenüber, dass der Zeitraum, den zugezogene oder geflüchtete Schüler in Integrationsklassen verbringen, mit nur einem Jahr viel zu kurz bemessen sei. „Die meisten werden nach einem Jahr ins kalte Wasser geworfen, wenn es nach der Integrationsklasse in die Regelklasse geht. Viele sind nach einem Jahr einfach noch nicht so weit“, erklärte Gabi Roth, Leiterin der Fechenheimer Bildungspaten. Ein weiteres Thema, das der Initiative auf dem Herzen lag, war die Selbstqualifikation. „Das Thema Fortbildung von Ehrenamtlichen werde ich mit in mein Programm aufnehmen“, sagte Kassold.

Bildungspaten diskutieren über auftretende Probleme

Kontrovers wurde von den Bildungspaten diskutiert, ob es sinnvoll sei, dass die Bildungspaten auch Kontakt zu den Eltern ihrer Schüler herstellen. Seitens der Schulleitungen sei dies nicht gewünscht, manchmal sei dies jedoch hilfreich, vor allem wenn es darum gehe, dass die Schüler den freiwilligen Extra-Unterricht regelmäßig besuchen. Andere Bildungspaten befürworteten wiederum die scharfe Trennung von Familie und Unterricht. „Ich will keine Familienprobleme lösen, sondern dem Kind helfen“, argumentierte einer der Bildungspaten. Schließlich einigte sich die Gruppe darauf, dass es sinnvoll sei, lediglich das Angebot für einen Kontakt zu den Eltern bereitzustellen und von Fall zu Fall zu entscheiden, ob von diesem Angebot Gebrauch gemacht wird oder nicht. Kassold empfahl, bei Problemen die Schulsozialarbeit der jeweiligen Einrichtung zu kontaktieren.

Nach wie vor freuen sich die derzeit 36 Bildungspaten über weitere Mitstreiter, die Lust haben, Kindern, die Schwierigkeiten beim Lernen der deutschen Sprache haben, ehrenamtlich zu helfen. Interessierte können eine E-Mail an Bildungspaten[at]arcor[dot]de senden.

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