Herzensangelegenheit der Teddy-Docs bringt Kindern den Umgang mit Krankheiten näher „Wehwehchen“ auf den Grund gehen

Zwei Studierende bereiten einen Teddy auf seine OP vor. Bild: Helmut Mohr

Sachsenhausen/Niederrad (zmo) – Mehr als 100 Teddy-Docs zeigten den Kindern, wie spannend ein Besuch in einem Krankenhaus sein kann: An fünf Tagen brachten zahlreiche Frankfurter Kitas mehr als 1000 Kinder zum „Gesundheitscheck“ in das KOMM-Studierendenhaus der Uni-Klinik Frankfurt. Ein Projekt, das bereits zum 15. Mal stattfand und von der Kinderhilfestiftung gefördert wird.

Die Teddyklinik ist ein freiwilliges Projekt, das von Studenten geschaffen wurde und sich zum Ziel setzt, Kindern die Angst vor dem Krankenhaus zu nehmen. Jedes Jahr im Sommer findet die Teddyklinik eine Woche lang im KOMM-Haus statt, wo studierende Teddy-Docs, an Hand von Kuscheltieren die unterschiedlichsten Behandlungsmethoden demonstrieren. Vom Röntgen, über die Diagnose zur Behandlung und vor allen Dingen der Heilung, wurde alles akribisch dargestellt.

„Oft ist das Krankenhaus für viele Kinder ein einschüchternder Ort. Die Teddyklinik soll ihnen in spielerischer Art und Weise deutlich machen, was alles an diesem Ort passiert und ihnen damit die Angst nehmen, sollten sie einmal selbst dorthin kommen oder jemand aus der Familie“, erklärt Dr. Michael Henning, Vorsitzender der Kinderhilfestiftung.

Das Szenario, das Besuchern, Eltern und Pressevertretern gezeigt wurde, war beeindruckend echt: Um den Kindern ein möglichst authentisches Erlebnis zu zeigen, haben Medizin- und Pharmaziestudierende das KOMM-Studierendenhaus in ein „Krankenhaus“ verwandelt und stellten Abläufe und Handlungen spielerisch dar. Und da ein Krankenhausaufenthalt oft mit einer Fahrt im Rettungswagen verbunden ist, gehörte auch ein nagelneuer RTW des Malteser Hilfswerks dazu, der bei den Kindern dann auch auf besonderes Interesse stieß.

„Ein Arztbesuch ist ja eigentlich etwas Gutes. In der Teddyklinik erfahren Kinder im Spiel, auf welche Weise wertvolle Hilfe geleistet wird, und sie lernen eine Menge über die Arbeitsweisen in der Medizin“, sagte Henning und ergänzte, „dass es immer wieder toll ist, zu erleben, mit welcher Leidenschaft und mit wie viel Liebe zum Detail die Medizinstudenten die Teddyklinik betreiben.“

Auch Professor Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt, sieht in dem regelmäßigen Projekt eine Bereicherung: „In der Teddyklinik können Kinder spielerisch positive Erfahrungen im Kontext einer Klinikumgebung machen. Sie erleben, wie sich fürsorglich um ,Patienten’ – hier die Teddys – gekümmert wird. Das kann nicht nur Ängste abbauen, sondern auch zum besseren Verständnis bei Fragen der Gesundheit beitragen und hoffentlich auch Neugierde hinsichtlich des Arbeitsfeldes Medizin wecken. Wir freuen uns sehr, dass die Medizinstudierenden mit ihrem Engagement, unterstützt durch die Kinderhilfestiftung, Jahr für Jahr den stetig wachsenden Erfolg an der Universitätsmedizin Frankfurt ermöglichen.“

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