Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger zu Gast im Dr. Petra Joh-Forschungshaus Forschung gegen Krebs bei Kindern

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (vorne) lässt sich von Dr. Florian Rothweiler (hinten) die RCCL im Dr. Petra Joh-Forschungshaus der Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder zeigen. Bild: Roger de Castro/dc-photodesign/p

Niederrad (red) – Der Kampf gegen Krebs ist noch längst nicht gewonnen. Bundesforschungs- und Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) setzt sich deshalb stark für bessere Heilungschancen durch exzellente Forschung ein. Bei einem Besuch im Dr. Petra Joh-Forschungshaus der Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder hat sie sich über die weltweit größte Zellbank zur Forschung an behandlungsresistenten Krebszellen informiert.

Die „Resistant Cancer Cell Line Collection“ (RCCL) besteht aus mehr als 2500 Chemotherapie-resistenten Zelllinien, die Forschern Aufschluss über die Ursache von Resistenzen und über neue oder verbesserte Behandlungsmöglichkeiten von Krebs bei Kindern und Jugendlichen geben.

Seit 40 Jahren wird diese Zellbank auf- und ausgebaut – in den vergangenen 20 Jahren im stiftungseigenen Forschungshaus, welches bis zu 60 Wissenschaftlern die technischen und räumlichen Möglichkeiten für ihre anspruchsvolle Forschung bietet. Das Ziel der 1994 von Eltern von an Krebs erkrankten Kindern gegründeten Stiftung ist es, den 2200 Kindern und Jugendlichen, die jedes Jahr in Deutschland neu an Krebs erkranken, bessere Überlebenschancen und ein Leben ohne Spätfolgen zu ermöglichen.

Mit Erfolg! Noch vor 50 Jahren verlief die Diagnose Krebs bei 80 Prozent der jungen Patienten in der Regel tödlich. Heute können 80 Prozent von ihnen geheilt werden.

Stark-Watzinger lässt sich im Herzen des Dr. Petra Joh-Forschungshaues vom Vorsitzenden Dr. Jürgen Vogt und dem Wissenschaftler Prof. Martin Michaelis genau erklären, wie sich mit der RCCL-Zellbank die Ursachen der Resistenz von Krebszellen erforschen und neue Behandlungsmöglichkeiten entwickeln lassen. Dabei entdecken sie eine Gemeinsamkeit in der Person von Professor Bernhard Kornhuber, dem 2009 verstorbenen Leiter der Pädiatrischen Onkologie und Hämatologie der Goethe Uni Frankfurt. An ihn erinnert sich Stark-Watzinger im Zusammenhang mit einer Behandlung im familiären Umfeld sehr gut, während Prof. Kornhuber maßgeblich zur Gründung der Stiftung beigetragen hat.

Die Bundesministerin zeigt sich beeindruckt von der Forschungstätigkeit in der Stiftung und deren Ergebnisse. Und von der engen Kooperation der Stiftung mit dem Kinderonkologischen Zentrum des Universitätsklinikums Frankfurt und damit den Zugriffsmöglichkeiten auf die Zelllinien für weitere Forscher, die an neuen Therapien arbeiten.