Frankfurter in weltweit höchstes Amt der Geburtshilfe gewählt Frank Louwen startet 2025

Anne-Beatrice Kihara wurde 2023 zur Präsidentin der FIGO gewählt, Frank Louwen von der Uniklinik wird 2025 ihr Nachfolger. Bild: p

Niederrad/Sachsenhausen (red) –

Die International Federation of Gynecology and Obstetrics (FIGO) hat Prof. Frank Louwen vom Universitätsklinikum beim XXIV. FIGO-Weltkongresses im Oktober in Paris zum Präsidenten gewählt. Louwen ist der erste Deutsche und gleichzeitig jüngste in diesem Amt in der 70-jährigen Geschichte der Organisation. Der Zeitraum seiner Präsidentschaft wird von 2025 bis 2027 sein. Die FIGO ist die Dachorganisation aller Fachgesellschaften für Gynäkologie und Geburtshilfe weltweit.

Louwen ist Leiter der Geburtshilfe und Perinatalmedizin am Uniklinikum. Zudem vertritt er die europäischen Gynäkologen und Geburtshelfer als Präsident des „European Board & College of Obstetrics and Gynaecology“ (EBCOG) unter anderem gegenüber der Europäischen Union, der WHO und den für Women’s Health and Rights relevanten UN-Abteilungen.

Als Vertretung von weltweit insgesamt 139 Ländern gehört die FIGO nach den Vereinten Nationen zu den wichtigsten internationalen Organisationen für Frauengesundheit. Die jeweils größten nationalen Gesellschaften für Gynäkologie und Geburtshilfe sind in der Generalversammlung zur Wahl des Vorstandes vertreten. Louwen wird mit dem nächsten Weltkongress der FIGO im Oktober 2025 in Kapstadt seine Präsidentschaft antreten.

Die FIGO setzt sich für eine Verbesserung der Gesundheit und der Rechte von Frauen und den Abbau von Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung von Frauen und Neugeborenen ein, ebenso strebt sie die Förderung der Wissenschaft und Praxis in der Geburtshilfe und Gynäkologie an. Ihre zu diesem Zweck eingerichteten Ausschüsse entwickeln hierfür weltweit gültige Standards. Darüber hinaus steht die FIGO Frauen und Kindern zur Wahrung ihrer sexuellen und reproduktiven Rechte zur Seite und ist ein wichtiger Partner der WHO und der Vereinten Nationen, mit denen sie gemeinsam Empfehlungen und Stellungnahmen erarbeitet. Im Austausch mit den 139 Mitgliedsgesellschaften der FIGO wird Louwen für seine Amtsperiode ab 2025 die Mitglieder und Vorsitzenden für die insgesamt 30 Ausschüsse zusammenstellen. Große Unterstützung erhält die Arbeit der FIGO durch wohltätige Stifter und Spender wie etwa die Melinda und Bill Gates Foundation in konkreten gemeinsamen Projekten wie Fistula Repair, Leadership Development Initiative oder Capacity building for maternal and newborn health. Die Koordination der Aufgaben wird durch das FIGO-Office in London geleistet. Ein besonderes Anliegen ist Louwen die Bildung einer „Breast Health worldwide“-Initiative, ein Vorstoß zum Thema Brustgesundheit, mit Themen von Stillen bis Brustkrebs.