KGV fordert, Bauarbeiten zu unterlassen Kleingärtner sauer wegen möglicher Wiederaufnahme von A5-Verbreiterung

Die KGV Flughafen fordert, die Verbreiterung der Autobahn A5 zu unterlassen. Bild: p

Flughafen/Kelsterbach (red) – Hochgeschreckt von Meldungen, der zehnspurige Ausbau der Autobahn A5 auf Frankfurter Stadtgebiet steht wieder zur Debatte, hat die Mitgliederversammlung des Kleingärtnervereins KGV Flughafen am 5. Mai den Text seiner Resolution aus dem Vorjahr erneut beschlossen. Inhaltlich hat sich zu dem Thema nichts geändert.

Die hessische Landesregierung unter CDU und Grünen hatte mit Verkehrsminister Tarek Al-Wazir verkündet, man habe die Verbreiterung auf Frankfurter Stadtgebiet gestrichen und für nicht notwendig erachtet. Das führte zum Aufatmen bei den Gartenfreunden.

Nach Neuwahlen im Oktober 2023 wird Hessen inzwischen von einer Koalition aus CDU und SPD regiert. Diese machte die bisherige Entscheidung rückgängig und somit den Ausbau wieder möglich. Die Verärgerung darüber ist groß bei den Gärtnern:

„Der KGV Flughafen fordert keine Verbreiterung der Autobahn A5 auf Frankfurter Stadtgebiet! Von der Baumaßnahme wären sehr viele Kleingartenanlagen entlang der Autobahn betroffen. Viele Parzellen der Vereine würden dem Anliegen zum Opfer fallen. Für die verbleibenden Gärten würde sich die Lärmbelästigung weiter erhöhen. Hinzu käme eine unerträgliche Belastung während der Bauzeit.

Nicht umsonst werden Kleingärten als grüne Lungen der Städte bezeichnet. Wissenschaftlich belegt ist inzwischen durch das Forschungsprojekt Natkos von der Humboldt-Universität Berlin, dass die Böden von Kleingärten mehr CO² speichern als die Böden von Parks oder Siedlungen. Also mehr als ein Zeichen der Zeit. Eine verkehrspolitische Notwendigkeit ist ohnehin nicht erkennbar. Deshalb: Finger weg von unseren Kleingärten!“

Der Text wurde einstimmig verabschiedet auf der Mitgliederversammlung des KGV Flughafen, Am Neufeld 2/Ecke Oeserstraße, Frankfurt-Griesheim.