Schöne vorweihnachtliche Aktion in Obertshausen – Gabenzaun mit Geschenken für Groß und Klein Bedürftigen vor Weihnachten eine Freude bereiten

Freude schenken war das Ziel des Malteser Hilfsdienstes. Diesem Aufruf sind neben vielen Obertshäuser Unternehmen auch die Flüchtlingshilfe Obertshausen sowie Kinder der Kita Herz Jesu und der Kita Unterm Regenbogen gefolgt. Foto: m

Obertshausen (m) – Manchmal weihnachtet es in der „liebenswerten Kleinstadt“ ein kleines bisschen mehr als andernorts. Das liegt an Bürgern, die beim Malteser Hilfsdienst oder in der Flüchtlingshilfe engagiert sind. Sie besannen sich der Bedeutung des bevorstehenden Festes und rückten jene in den Mittelpunkt, die sonst im Abseits stehen, bestückten im Herz der Stadt einen „sozialen Gabenzaun“.

Die Idee ist, Menschen, denen es nicht so gut geht, im weihnachtlichen Sinn ein Geschenk zu machen. Oder Dinge bereitzustellen, die sie dringend für den Alltag brauchen. Ohne bitten und betteln und ohne auf dem Amt einen Antrag stellen zu müssen. Unregistriert können sie sich einen Geschenkbeutel am Zaun im Schatten des Einkaufszentrums „Marktplatz Obertshausen“ mitnehmen.

Es waren nicht nur Mitglieder der Flüchtlingshilfe, die dem Aufruf von Katy Walther, der Koordinatorin für ehrenamtliche Integrationsdienste beim Malteser Hilfsdienst (MHD), gefolgt sind. Auch die künftigen ABC-Schützen zweier Kindergärten machten mit, die „Großen“ der Kita Herz Jesu und die „schlauen Füchse“ aus der städtischen Einrichtung „Unterm Regenbogen“ an der Vogelsbergstraße.

Zur Eröffnung des Gabenzauns hinterm Fischgeschäft an der Haltestelle Leipziger Straße brachten die Mädchen und Jungen selbst gebastelte Sterne mit. Die hatten sie mit ihren Erzieherinnen wetterfest in Folie verpackt und am Gitter verteilt. Für den Inhalt der rund 160 durchsichtigen Plastiktüten hat eine ganze Reihe von Spendern gesorgt, Geschäfte und Privatleute. Süße, weihnachtliche Leckereien steckten drin, Gebäck und Deftiges, das sich hält. Fürs Fest und für den Nachwuchs steckten in den Beuteln, die mit den Begriffen „Kind“, „Mädchen“ oder „Junge“ gekennzeichnet waren, kleine Spielsachen, Figuren oder begehrte Schokolade. Auch Handschuhe, Schals und Mützen waren verpackt, die Säckchen erhielten dann den Hinweis „Mann“ oder „Frau“. Selbst an Futter für Haustiere ist gedacht, der Firma Nelke & Friends sei’s gedankt.

Dem Aufruf von Katy Walther gefolgt sind auch das Unternehmen Ferrero, die örtlichen Märkte Edeka Deckenbach, dm-Drogerie, der Hit-Markt, der Bio-Laden Karotte und die Metzgerei Picard sowie Hoffmann spielen-schreiben-schenken. Beteiligt haben sich auch die Maingau Energie und die Kleiderkammer des Roten Kreuzes Hausen, die Kirche der Mormonen und zahlreiche Privatleute, die sich bis aus Frankfurt gemeldet haben.

Die Beutel werden bis vor Weihnachten an jedem Morgen aufgehängt und abends wieder abgenommen, um Vandalismus vorzubeugen, erläuterte Organisatorin Walther. Dass die Aktion Anklang findet, zeigte sich noch während des Aufbaus: Ein Mann mit seinem Sohn näherte sich, fragte, ob er etwas für seinen Jungen mitnehmen dürfe. „Es gibt auch Tüten für Erwachsene“, lud die Leiterin den Herrn ein, auch selbst ein Präsent mitzunehmen. Das durchsichtige Plastik erlaubt einen Blick auf den Inhalt und erleichtert so die Qual der Wahl.

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