Viele Vereine, ein Gedanke – Weihnachtsmarkt in Obertshausen ist Jahr für Jahr der Höhepunkt vor Weihnachten Budenzauber an der Waldkirche

Bei den winterlichen Temperaturen vom Wochenende war der Weihnachtsmarkt um die Waldkirche genau das richtige Mittel, um sich zu erwärmen und in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Foto: m

Obertshausen (m) – In der Höhle des „Rudels“ haben sich die geheimen Juroren besonders wohlgefühlt. Sie erklärten den Stand der männlichen Tanzgruppe im ersten Obertshäuser Karnevalverein „Die elf Babbscher“ zum Sieger des Wettbewerbs um die schönste und originellste Präsentation auf dem Weihnachtsmarkt. Auch im Winterkleid zog er am vergangenen Wochenende wieder hunderte Besucher ins Herz der Stadt.

Die „Rudelhöhle“ gefiel mit viel Glitzerfolie und bunten Lichteffekten. Den zweiten Preis der am attraktivsten gestalteten Buden sprach die Jury dem Kleingärtnerverein zu, die Eiszapfen andeuteten und ihren Verkauf von heißen Maronen und Punsch mit schicker Licht-Deko einkleidete. In der gelb-schwarzen Hütte vom Zentralverein für Bürowirtschaft buken die Stenotastler wieder im Akkord Crêpes und schenkten Tee aus – dritter Platz!

Einen Preis hätte auch der Vereinsring verdient. Und die Gastgeberin, die evangelische Kirchengemeinde! Im neunten Jahr stellen die Mitglieder beider Gemeinschaften den Budenzauber an der Waldkirche auf die Beine und ein Begleitprogramm, das in der Region seinesgleichen sucht. Hochdekorierte Chöre, engagierte Musiker und kleine Tänzer lenkten von Samstag Nachmittag bis Sonntagabend den Blick immer wieder auf die Wurzeln des geselligen Treffpunkts.

Den Auftakt nach dem Gottesdienst für „kleine Leute“ übernahmen die Trommelgruppen von Oguz Dogan aus der Musikschule. Dann fesselte der Chor ’84 der Sängerlust seine Zuhörer in dem Gotteshaus. Draußen eröffneten Luis Galvez, Vorsitzender des Vereinsrings, Bundestagsabgeordneter Björn Simon, Stadtverordneten-Vorsteherin Julia Koerlin, Bürgermeister Roger Winter und Pfarrer Michael Zlamal das Markttreiben.

Am Sonntag sprangen Schneemänner mit schwarzem Zylinder und kunterbunten Schals vorm Altar. Marianne Wycisk, Leiterin der Ballettgruppen in der Volkshochschule, stellte zu weihnachtlichen Melodien auf dem Keyboard auch kleine „Katzen“ und Mädchen in klassischem, roten Tüll vor. Von der Sängerlust stammt der Jugendchor 2000, der mit bekannten und selten gehörten Adventsgrüßen auch a-Kapella eine intensive Fest-Stimmung verbreitete.

Es folgten das Jugendorchester der Turngesellschaft Hausen und die christliche Liedermacher-Band Laetitia aus Obertshausen. Sie vermittelt Glaubenserfahrungen und Lebensalltag in berührenden Texten.

Die von Uwe Zahn geschriebenen Werke strahlen in popigen oder balladesken Takten tiefe Freude aus und verschafften Laetitia bundesweite Anerkennung. Draußen vor dem Living Room drehte sich ein Kinderkarussell im Lichterglanz, viele Stände waren wunderschön und farbenfroh ausgestattet. Drinnen konnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen wärmen, in der Bücherkiste stöbern, Kerzen kaufen oder Gesticktes aus Haiti, mit dem Frauen auf der Insel ihr Salär aufbessern. Die belebten Innenräume erweitern den Weihnachtsmarkt auf sehr angenehme Weise – das gibt’s nur in Obertshausen.

Kalte Füße gab’s auch auf dem Platz zwischen Gemeindezentrum und Pfarrhaus nicht. Die Teutonen hatten ihre Stehtische auf Holzöfen mit langem Kaminrohren montiert. Die Nachbar-Fußballer vom FC Croatia boten mit Pljeskavica und Kartoffelspießen zwei „Renner“. Wer heimische Rezepte bevorzugt, stellte sich für den Eintopf der Reservisten oder die Wurst aus dem Vogelsberg an. Kinder bevorzugten Zuckerwatte und knusprige Mandeln, Papas die hochprozentigen Spezialitäten aus dem Weinhaus. Oder vom Eventclub! Für den Nachwuchs hielten auch die Rugby Löwen der TGS einen leckeren Kinderpunsch bereit.

Mit Malaika Africa stellten junge Christen ein eigenes Hilfsprojekt vor, boten Kunsthandwerk aus Tansania feil. Zu den individuellen Geschenkideen zählten Stricksachen, Teddybären, Stofffiguren, Taschen, Schmuck, Marmeladen, weihnachtliche Mini-Accesoires und eine reiche Auswahl an Büchern. Zum Beispiel die neue Obertshausen-Chronik vom Heimat- und Geschichtsverein, die ein neues Kapitel über den einzigartigen Weihnachtsmarkt einrichten sollte.

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