Funke ist übergesprungen

Bunter Tag der offenen Tür an der Hermann-Hesse-Schule

Im Chemieraum flogen die Funken, als die künftigen Fünftklässler – natürlich mit Schutzbrillen ausgestattet – Eisenspäne in die Bunsenbrenner-Flammen bliesen. Foto: m

Obertshausen (m) – Bunt geht es beim Tag der offenen Tür an der Hermann-Hesse-Schule (HHS) zu. Über den Köpfen hängen fantasievolle geometrische Figuren und hinter den jungen Künstlern sind gemalte Burgen zu erkennen. Auf den Tischen liegen Farbflaschen, geöffnete Mehl- und Salzpackungen. Die Zutaten werden mit Wasser vermengt und in Schablonen gepresst, so entstehen tierische Figuren.

Zwischen Vorträgen der Bläsergruppe und Big Band begrüßte Simone Jentzsch, stellvertretende Leiterin der Gesamtschule, zahlreiche Viertklässler und ihre Eltern. Die Führung der Einrichtung sei derzeit „nicht vollständig, aber gut besetzt“, stellte sie ihren Vertreter, den Pädagogischen Leiter Dietmar Bormann, sowie die Zweigleiter Anthony Hayes (Gymnasium) und Sven Köhler (Haupt- und Realschule, Klassen 5 bis 7) vor.

Die jungen Gäste aus den Grundschulen wählten sich in Projektgruppen ein und beteiligten sich an Aktionen der Fachbereiche. Ihre Eltern wurden von Zehntklässlern durchs Schulhaus geführt. Im Bio-Saal konnten die künftigen Fünftklässler an einem Modell nicht nur das Innenleben des Menschen auseinandernehmen, sondern auch Fäden unterm Mikroskop beobachten. Im Chemieraum bliesen sie mit Schutzbrillen ausgestattet Eisenspäne in die Flammen von Bunsenbrennern und erzeugten so kunstvolle Funkenbilder.

Im Obergeschoss konnten sie bei Lehrern der Musikschule Instrumente ausprobieren, in der Sporthalle Angebote der neuen Sportklassen testen. Pädagogen und Kurse des Fremdsprachenunterrichts präsentierten Englisch, Spanisch und Französisch mit Spielen, auch Erdkunde und Mathe vermittelten Hesse-Schüler unterhaltsam in Schnupperstunden.

Die Einrichtung hat auch Erfahrungen mit Intensivklassen für Mädchen und Jungen, die Lernhilfe benötigen, gesammelt. Sie fördert Deutsch-Kenntnisse, aber auch Hochbegabte mit verschiedenen Programmen.

Abgänger des Gymnasialzweigs seien in den Oberstufen meist sehr erfolgreich, zitierte Anthony Hayes Rückmeldungen der Partnerschulen. Großes Engagement legen die Lehrkräfte auch mit der „Doppelqualifizierung“ der Realschüler an den Tag: Mit einem entsprechenden Notenbild können auch Absolventen mit mittlerer Reife zum Abitur gelangen. Parallel werden sie mit Praktika und Werkstatt-Unterricht auf den Einstieg in die Berufswelt vorbereitet.

Eltern fragten häufig nach dem Mittagsangebot. Die HHS-Mensa serviert täglich mehrere Menüs, Fachkräfte betreuen Schüler danach beim Erledigen der Hausaufgaben. Die Mütter und Väter sind zudem eingeladen, Mitglieder im Förderverein zu werden und so Projektarbeit zu unterstützen und die Ausstattung der Schule zu verbessern.

Demnächst sollen einige Innenwände kreativ bemalt werden. Weitere Informationen über die Angebote der Hermann-Hesse-Schule sind im Internet nachzulesen: www.hhs-obertshausen.de

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