Geistliches Konzert von Jürgen Nuffer und Michelle Müller Einklang von Wort und Melodie in der Waldkirche

Jürgen Nuffer und Michelle Müller spielen gefühlvolle Lieder und Melodien, die Themen wie Liebe, Freude und Friede ansprechen und behandeln. Foto: m

Obertshausen (m) – Jürgen Nuffer und Michelle Müller verknüpften jüngst Schwingungen der Saiten von Gitarre und Geige mit denen ihrer zart-romantischen bis konkret-harten Worte. So führten sie Alltagsprobleme mit angenehmer Harmonie Lösungen entgegen.

„Wir haben nur eine Welt, wir sollten sie positiv verändern – auch für uns selbst.“ Pfarrerin Kornelia Kachunga ergänzte ebenso mit treffenden Kommentaren die Werke des Duos. Es traf mit sehr einfühlsamen bis zärtlichen Liedern das Lebensgefühl seiner Zuhörer in dem gut besuchten Gotteshaus an der Schönbornstraße.

Der Geist Gottes dulde Selbstsucht nicht, griff die Seelsorgerin ein Lied der Gäste auf. Die Zeugnisse Gottes werden in Liebe, Freude, Friede, Geduld, Güte, Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschtheit sichtbar. Eben diese „Früchte“ schien das Duo am Altar zu vertonen, zum Beispiel in einem Werk zur Frage nach Schuld: „Lass unsere Antwort Liebe sein“, plädierte Nuffer mit dem großen Klang-Reichtum seiner Gitarre.

Die beiden Musiker setzten sich auch kritisch mit der Liebe auseinander. „Schmerzlich sehe ich den Tag, an dem ich dich verlier’, dann hat die Welt keine Farbe mehr, ist leblos“, formulierte Nuffer die Trauer. Doch, „warum soll dieses Lied traurig sein“, überlegt er mit Blick auf Jesus Christus am Kreuz. Sein Leid sei der Spiegel des menschlichen Leids, der Gottessohn sei vorausgegangen, „und das ist nicht das Ende“.

„Nur ein Lied“ laute ein Werk wie eine spanische Herberge: „Es ist nur das drin, was du selbst mit hinein bringst.“ Eher weniger als mehr, um sich selbst zu verändern, zu verstehen und zu finden. Die Christen wollen mit diesem Prozess Gott bezeugen, sich selbst befreien und dem Herrn nahe sein. Sehr einfühlsam unterstützte Michelle Müller die persönlichen Glaubenerfahrungen mit der Geige.

Die emotionalen Beiträge lösten eine Langzeitwirkung aus: Eine große Gruppe der Zuhörer gehört der katholischen Gemeinde an, die einen weiteren ökumenischen Schritt auf ihre Nachbarn zuging. Diese Bewegung ist der Pfarrerin und vielen Christen aller Konfessionen lieb und teuer. Die stehenden Ovationen würdigten zwei erfahrene Liedermacher, bekräftigten aber auch die Bemühungen um mehr Gemeinsamkeit.

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