Adonia-Musical Isaak begeistert das Publikum im Bürgerhaus „Einzigartig und spektakulär“

Das Musical überzeugte auf voller Linie: Bei der Aufführung hielt es am Ende keinen der Zuschauer mehr auf den Stühlen. Foto: m

Obertshausen (m) – Alles dreht sich um den Sohn von Abraham und Sara aus dem Alten Testament. Das Paar hat seinen Kinderwunsch längst in den Wind geschrieben, die Ehefrau zählt schon 90 Lenze, da verheißt Gott den beiden einen Sohn. - Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Karlsruher Vereins Adonia haben aus der Geschichte um Isaak ein Musical für Kinder und Jugendliche geschrieben. Es riss am Tag der Einheit das Publikum im Bürgerhaus von den Stühlen.

Keine Frage – das Versprechen an Abraham und Sara, doch noch einen Sohn zu bekommen, verlangt von den Adressaten ein hohes Maß an Glaube und Vertrauen. Die Eheleute weisen diese Tugenden vor und Sara schenkt tatsächlich einem Kind das Leben. Sein Name ist im Stamm des hebräische Wortes für „lachen“ verwurzelt. Die zeitgemäß-flotte Vorstellung ruft so manche Erinnerung aus dem Reli-Unterricht ins Gedächtnis und regt neue Sichtweisen auf den Glauben an. Die alljährliche Aktion ist einzigartig und spektakulär. In fast allen Teilen der Republik werden Feriencamps angeboten, in denen die Stücke einstudiert werden. Am Tag der Einheit brachte die Hessen-Gruppe das Musical „Isaak“ mit 70 Mädchen und Jungen, darunter auch mehreren aus dem Dekanat, mit Band und Chor, Mimen und Solisten auf die Bürgerhaus-Bühne.

In der Interpretation der jungen Talente ist Isaak ein munterer Freund, kurvt mit dem Rad durch den Saal und ist zu Späßen aufgelegt. Das Ensemble greift immer wieder wichtige Charaktere heraus, lässt durch einen „Professor“ einige von angeblich 4000 Arten zu lachen präsentieren. Das macht Laune und bringt viel Schwung in die Aufführung, fordert aber auch immer wieder mit leisen Klängen und in ansprechenden Bildern zum Nachdenken auf. Sara zum Beispiel lacht nach der alles verändernden Mitteilung erst mal „in sich“. „Mit 90 noch ein Kind? - Gott hat Humor!“ Hat er auch, untermauerten die Sänger immer wieder mit schmissigen Liedern. Abraham vertraut und gehorcht dem Vater im Himmel, und das tut Isaak seinem leiblichen Vater gegenüber. So folgt er dem Papa am frühen Morgen arglos auf den Berg Morija. Dort fordert Gott nicht wie üblich eine Ziege zu opfern, sondern Abrahams eigenen, von Gott selbst verheißenen Sohn.

Chor und Band gelingt es eindrucksvoll und berührend, das Wechselbad der Gefühle in Melodien darzustellen. Die Schüler hatten vom Beginn der Herbstferien lediglich vier Tage Zeit, gemeinsam zu proben. Die Lieder kannten sie allerdings schon zuvor. Mit der Bestätigung ihrer Anmeldung zum Musical-Camp erhielten sie eine CD mit allen Songs. Dazu formten die engagierten Leiter die stark besetzte und harmonisch aufspielende Band.

An den intensiven Tage des Übens gelang die gute Abstimmung mit den Musikern, der Chor studierte zudem passende Choreographien ein. Dann startete Adonia die Tournee, die in vier Städte führte. In Obertshausen sorgte die evangelische Waldkirchen-Gemeinde als Mitveranstalterin für Unterkünfte. Fast zwei Dutzend Familien beherbergten zwei oder mehr der Aktiven, am Freitagmorgen zog die Truppe zum nächsten Aufführungsort.

Noch lange werden in der Stadt die eingängigen Melodien und Szenen nachhallen, die sehr professionell ins rechte Licht gerückten und akustisch abgemischten Auftritte. Sie brachten der Gemeinde und ihrem gemeinsamen Glauben frischen Schwung.

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